civic mimic
Hier triumphiert der Wow-Faktor: Nach dem inszenierten Warten im «Logic Gate», das wie am Flughafen die Wartenden kanalisiert, doch sie, statt an einen Check-in-Schalter zu führen, zentrumslos, dafür akustisch beschallt, auf sich selbst zurückwirft, und nach ausgiebigem Schlangestehen im Freien strömen wir zügig in die große Halle – und da steht es: das raum-lange Objekt von R&Sie(n) Architects aus Paris.
Ein weißes Laufsteggebilde auf dünnen Beinen, das entgegen seines optisch stabilen Eindrucks in sich dynamisch ist, vor- und rückwärts schwingt, wenn die Tänzer es belaufen, bespringen, darunter abtauchen, sich darüber hinweghebeln. Von Antoine Seigneur-Guerrini subtil beleuchtet, laufen die beiden Stegschenkel zu einem breiteren Teil zusammen und münden in einer wellenförmigen, übermannshohen Erhebung.
Vom Kleinen zum Großen
Laufsteg- und Plattformchoreografien sowie Tänze, die mit dieser Form spielen, sind nicht neu. Aber was Richard Siegal hier versucht, ist die Quadratur des Kreises. Oder anders: Was Siegal bislang in einzelnen Projekten erprobte, das bringt er nun in «Civic Mimic» zusammen. Zunächst ist da die Arbeit mit einem architektonischen Objekt und den ...
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Tanz Dezember 2011
Rubrik: produktionen, Seite 12
von Katja Schneider
Zwei wahre Artisten auf der Bühne und vier, die für «[How to Be] Almost There» verantwortlich zeichnen: Da kann nichts mehr schiefgehen, und es ging auch nichts schief beim Beitrag von HeadFeedHands. Anne Hirth, Maya Lipsker, Tim Behren und Florian Patschovsky holten am Ende des sechsten Choreografiewettbewerbs «no ballet» in Ludwigshafen sowohl den mit 7500 Euro...
deutschland
On tour
Das Russische Staatsballett zeigt «Schwanensee»: Bonn, Beethovenhalle, 26. Dez.; Essen, Philharmonie, 27. Dez.; Siegen, Siegerlandhalle, 28. Dez.; Freiburg, Konzerthaus, 29. Dez.; Niedernhausen, Rhein-Main-Theater, 30. Dez.; Halle, Georg-Friedrich-Händel-Halle, 2. Jan.; Dresden, Kulturpalast, 3. Jan.; Frankfurt, Jahrhunderthalle, 8. Jan.
russisch...
Choreografen arbeiten gern mit Schriftstellern. So auch Jean-Christophe Maillot in Monaco mit Jean Rouaud. Der erhielt 1990 für sein Erstlingswerk «Les champs d’honneur» Frankreichs höchste literarische Auszeichnung, den «Prix Goncourt». Danach veröffentlichte er elf Romane, zwei Theaterstücke, schrieb Chansontexte für Juliette Gréco und Johnny Hallyday und einen...
