bettina masuch
Bye bye Bertram, bonjour Bettina: Das tanzhaus nrw erlebt mehr als ein Update. Nach der 35 Jahre währenden Ära Bertram Müller wagt es einen Neustart. Alles frisch – die Farben des Corporate Design, die Programmatik und das Auftreten der neuen Intendantin.
Bettina Masuch ist so ganz anders als ihr Vorgänger. Weniger die umtriebige Netzwerkerin als die besonnene Macherin. Entsprechend ausgeruht geben sich Neukonzeption und Arbeitsphilosophie.
So geht das tanzhaus auf die Wünsche der Künstler nach langfristigen Arbeitsbeziehungen ein, weg von «nomadischem Produzieren» und künstlerischen Kompromissen. Es gibt drei Residenzkünstler am Haus, das ihnen über zwei Jahre als Homebase dient. Bei der Auswahl hat die 49-jährige Solingerin den Blick klar in die Zukunft gerichtet. Es sind allesamt junge Choreografen an der Schnittstelle vom Newcomer zum etablierten Tanzschöpfer: Alexandra Waierstall (Düsseldorf), Sebastian Matthias (Berlin) und Jan Martens (Antwerpen). Bettina Masuch nennt sie Factory Artists als Verbeugung vor dem Ur-Tanzhaus, der Werkstatt e.V. – und «Botschafter», nicht «Gäste». Innovation auch beim audience development: Zu den Publikumsgesprächen kommen physical ...
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Tanz Jahrbuch 2014
Rubrik: die hoffnungsträger, Seite 163
von Bettina Trouwborst
Der Choreograf Jerome Robbins war ein wohlhabender Mann und dazu noch ausnehmend generös. Schon 1958 rief er eine Stiftung ins Leben, die allerlei Leute mit Stipendien versah, aus denen Berühmtheiten wurden: etwa Paul Taylor und Twyla Tharp. Zugleich wusste Robbins, den alle Welt nur «Jerry» nannte, seinem Werk wie sich selbst ein Denkmal zu errichten: durch eine...
Welche Tänzerin wünscht sich nicht, in einer großen berühmten Kompanie zu tanzen? Die Crux an der Sache ist: Zwar bestätigt die Aufnahme die Erstklassigkeit, nur wie schafft man es anschließend, nicht in der Masse unterzugehen? Die Koreanerin Yun-Su Park hat das Glück, in John Neumeiers Hamburg Ballett zu tanzen. 1989 in Seoul geboren, schloss sie 2007 ihre...
Einer der hammerharten Sprüche des samoanischen Theatermannes und Choreografen Lemi Ponifasio geht so: «Gott mag die Künstler nicht, weil sie selbst Schöpfer sind.» Was er da sagt, zeugt von absolut unerschütterlichem Selbstbewusstsein und einer Freigeisterei, die man angesichts der blitzblank-schönen Oberfläche seiner Stücke erst einmal nicht vermuten möchte....
