Glen Tetley
Glen Tetley war mehr als nur ein Wanderer zwischen zwei Welten. In New York in Ballett und Modern Dance bei Antony Tudor, Margaret Craske, Martha Graham und Hanya Holm ausgebildet, tanzte der studierte Mediziner sowohl im Joffrey Ballet, American Ballet Theatre wie in der Martha Graham Dance Company und in Jerome Robbins' Ballets: USA. Seine eigentliche Erfüllung aber fand Glenford Andrew Tetley jr.
, wie er eigentlich hieß, erst als «Pierrot lunaire»: eine waghalsige, wehmütige, sehnsuchtsvolle Schönberg-Projektion, mit der er sich 1962 als prononciert zeitgenössischer Choreograf amerikanischer Prägung profilierte. Über die Schwelle der Neoklassik trat er 1972, als er für die Hamburgische Staatsoper das Alban-Berg-Ballett «Threshold» konzipierte. Zuvor choreografierte er für seine eigene Kompanie, für die Batsheva Dance Company, das Ballet Rambert und das Nederlands Dans Theater, dessen Leitung er sich eine Zeit lang mit Hans van Manen teilte, so kompromisslos moderne und wegweisende Werke wie «Arena», «Mythical Hunters», «Laborintus», «Embrace Tiger and Return to Mountain» und «Le Sacre du printemps», die er zum Teil für das Stuttgarter Ballett überarbeitete. John Crankos ...
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«Er ist einzigartig», meint Alex Ursuliak im Souvenirprogramm. Der ehemalige Direktor der Stuttgarter John Cranko-Schule hegt keinen Zweifel: «Es gibt nicht die geringste Spur der Kopie eines anderen, und man sollte ihn auch mit niemandem vergleichen. Er ist definitiv: Vladimir Malakhov.» So feiert der Intendant des Staatsballetts Berlin sein 20-jähriges...
Es war einmal in Gelsenkirchen. Mit vierzehn wollte er diese Glowing-in-the-dark-Stiefel haben. Nur der Preis, den er fürs Coolsein zahlte, war hoch: Sich mit seinem dicken, kleinen, spuckenden, aber spendablen Onkel ins Benehmen zu setzen, der so peinlich war, dass ihm diese Nachtglühstiefel gleich wieder zweitwichtig wurden. Onkel besaß nämlich einen Spucknapf...
