Bewahren
Die Frage «Was ist ein Klassiker?» ist im Tanz leichter und schwieriger zu beantworten als in anderen Künsten. Zunächst sieht man in Antwort auf diese Frage nur eine Liste von Werken, die den Begriff «Klassiker» verkörpern. Die Auswahl an Stücken ist sogar sehr übersichtlich.
Allgemein beginnt die Aufzählung mit «La Fille mal gardée», reicht über «Giselle» und «La Sylphide» bis hin zu «Dornröschen», «Schwanensee» und «Der Korsar», versammelt «Apollon musagète», «Jewels», und «Symphony in C», um schon jetzt mit Crankos «Onegin», dem «Kontakthof» von Pina Bausch, einigen Werken Hans van Manens und William Forsythes «Impressing the Czar» zu enden. Oder bildet Jérôme Bels «Véronique Doisneau» den jüngsten Klassiker?
Hier fangen die Schwierigkeiten an. Was ist ein Klassiker? Unsterblich? Welche Kunst wäre unsterblich? Um das anzunehmen, verdämmern zu viele Gemälde in den Magazinen der Museen, vergilben zu viele Ausgaben von Walther von der Vogelweide oder Andreas Gryphius in den Kellern der Bibliotheken. Trotzdem ist nie auszuschließen, dass künftige Generationen Scharen von Lesern dabei erleben werden, wie sie Walthers Mädchenlieder in den Büchereien verlangen. Viel Erfolg hingegen ...
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