die lehrerin
Sie sind eine der wichtigsten Tanzpionierinnen der Postmoderne und eine weltberühmte Choreografin. Dass Sie auch lehren, ist nicht so bekannt. Was steht im Mittelpunkt Ihres Unterrichts? Es geht um Raum, Zeit, choreografische Komposition und deren Verhältnis zueinander. Jeweils zwei Tänzer arbeiten zusammen und machen Vorschläge, wie sie aus choreografischem Material, das ich einbringe, gemeinsam etwas bauen können, mit dem sie von einem räumlichen Anfangspunkt zu einem Endpunkt gelangen, und wieder zurück.
Die Partner diskutieren viel über ihre Interpretation meines Materials, um ihre Rhythmik abzustimmen. So lernen sie einander auch kennen, aus eins und eins wird zwei. Durch ständige Wiederholung eines Schemas entsteht allmählich ein sehr spezifisches Design, das aber nichts mit Contact-Methoden zu tun hat. Bei mir geht es allein um Dynamik, Technik, Annäherung an Bewegung.
Welchen Bewegungsbegriff legen Sie dabei zugrunde? Das Vokabular an sich ist sehr einfach, ich habe ein klar umrissenes Repertoire von Bewegungen, die auf Ballett fußen, auch wenn sie nicht klassisch ausgeführt werden. Am Ende versuchen wir, verschiedene Duos miteinander zu kombinieren.
Wie vermitteln Sie ...
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Tanz Juni 2016
Rubrik: Praxis, Seite 74
von Thomas Hahn
im juli: die ballettmeister
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