Heinz Spoerli

Einst war er das Aushängeschild der Schweizer Ballettkunst. Aber seit Christian Spuck ihn als Kompaniechef beerbt hat, wird Heinz Spoerli in Zürich nicht mehr gespielt. Die Hintergründe schildert Lilo Weber

Tanz - Logo

Die Kompanie erst regungslos, die Tänzer jeder für sich allein, und als der Pianist Alexey Botvinov zur Aria anhebt, bewegt sich die Gruppe langsam aus der Mitte heraus. Wir kennen das Bild. Heinz Spoerlis «Goldberg-Variationen» gehörten viele Jahre zum Repertoire des Zürcher Balletts. Mit dem 1993 in Düsseldorf entstandenen Werk zu Johann Sebastian Bachs meisterhafter Klavierkomposition gab Spoerli im September 1996 seinen Einstand als Zürcher Ballettchef. Es sollten 16 fruchtbare Jahre werden, für ihn und für uns.

Der gebürtige Basler brach hier noch einmal auf und schuf ein reifes Alterswerk mit Stücken wie «allem nah, allem fern» (2005) zur 5. Sinfonie von Gustav Mahler oder «Peer Gynt» (2007). In Zürich entstanden luzide Abende zu Bachs Suiten für Violoncello. So wurden «... und mied den Wind» (1999) und «In den Winden im Nichts» (2003) zu Räumen in Spoerlis «Bach-Ballettkathedrale». In dieses Bild hat Horst Koegler die lebenslange Auseinandersetzung des Choreografen mit Bach gefasst, im 2012 erschienenen Buch «Heinz Spoerli. Weltbürger des Balletts».

Wollen wir heute etwas von diesem Werk sehen, müssen wir reisen. Zum Beispiel nach Mailand, wo Heinz Spoerli die ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Mai 2018
Rubrik: Menschen, Seite 20
von Lilo Weber

Weitere Beiträge
Keine Angst vor Technik

«Messbare Körper – Technik im Tanz», unter diesem Titel diskutierten Ingo Diehl und Patrick Rump im tanzhaus nrw über das, was der Kunst im Tanz vorausgeht – oder ein Teil von ihr ist. «Technik» ist eben ein so schwammiges wie sch wieriges Thema. So bohrten die beiden Trainingsforscher, moderiert von Constanze Schellow, aus unterschiedlichen Richtungen ein und...

Nordhausen: Ivan Alboresi, Kevin O‘Day «Die Kraniche des Ibykus» / «In parts/To gather»

Kevin O‘Day, ehemaliger Chef des Mannheimer Balletts, setzt auf natürliche, aus den Körpern entwickelte Bewegungen. Beim Doppelabend mit der Nordhäuser Kompanie zeigt er eine verspielte Szenenreihe als Uraufführung: «In Parts/To Gather» ist der Aufbruch Einzelner in die Gemeinschaft, das Erwachen zu Kommunikation, Solidarität und Emotion. Wärmende Klänge eines...

Tanzschulen 5/18

Deutschland

Bad Soden
Ballettschule Ulrike Niederreiter
Dipl. Ballettpädag. Ballett/Jazz/Modern/Charakter/tänzerische Früherziehung. Ausbildung bis zur Akademiereife. Ballettmärchen. An der Trinkhalle 2B, D-65812 Bad Soden/Ts., Tel. +49-6196-228 49 
www.ballett-badsoden.de


Bamberg
Tanzwerkstatt
Stätte für Zeitgenössischen Tanz. Nürnberger Straße 108 k, D-96050...