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Es ist fast eine Punktlandung zum Fest: Kurz vor Weihnachten 1816 landet Adelbert von Chamisso auf Hawaii. Gemeinsam mit dem Lithografen Ludwig Choris hat sich der preußische Offizier und Literat auf der russischen Brigg «Rurik» eingeschifft, um den Atlantik zu überqueren und das Leben fremder Völker zu erkunden. Eines fällt den Seefahrern schnell auf: Wo immer sie aussteigen – überall wird ihnen zu Ehren getafelt und getanzt! Auch der hawaiianische Gouverneur Kareimoku lässt «ein Hurrahurra oder Tanzspiel» für die Herren ausrichten: «Am 4. tanzten drei Männer, am 6.
eine Schar von Mädchen, darunter viele von ausnehmender Schönheit. Nicht diese haben auf mich den bleibenden Eindruck gemacht, nein, die Männer, die kunstreicher waren.»
Drei Jahre lang dauert das Abenteuer, und Chamissos Expeditions-bericht – «Reise um die Welt», gerade prachtvoll in der Anderen Bibliothek neu ediert – ähnelt einem Schrift-Koffer, randvoll gepackt mit ethnologischen Memorabilien: Sichtlich beeindruckt berichtet der Chronist von den Körpertätowierungen, den Tänzen, Ritualen und Gastmählern jener dunkelhäutigen, «mit Schönheitssinn begabten Menschen», die von seinesgleichen oft als «Wilde» verunglimpft ...
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Tanz März 2013
Rubrik: traditionen, Seite 60
von Dorion Weickmann
im april: damaskus______
ist buchstäblich der Brennpunkt im Nahen Osten. Die syrische Hauptstadt leidet unter dem Bürgerkrieg – ähnlich wie bis 1990 das benachbarte Beirut. Hier im Libanon gründete der Choreograf Omar Rajeh das Maqamat-Tanztheater und die «Beirut International Platform of Dance», um die Tanzschaffenden im Nahen Osten zusammenzubringen. Der...
Bis vor Kurzem war die freie Tanzszene in Rheinland-Pfalz faktisch nicht existent. Jetzt aber hat der Franzose Stéphen Delattre, zuletzt Solist bei Pascal Touzeau am Mainzer Staatstheater, ein eigenes Ensemble gegründet – kein risikoloses Unterfangen in einer Zeit, da die Tanzsparte insgesamt oft in Bedrängnis ist.
Doch Delattre, der auch schon für Katja Wünsche...
ausstellung_________
noëlla pontois – divine étoile
Noch ist sie nicht siebzig, aber die Ausstellung würdigt Noëlla Pontois schon im Vorfeld ihres Geburtstags als die alles überragende Ballerina der Pariser Opéra in der Nachfolge von Yvette Chauviré. Von 1961 bis 1983 gehörte sie dem Ensemble an, und die Virtuosin aus Vendôme hat in vielfacher Weise ihre Spuren...
