misty copeland
Schon die Geburtsstunde der Vereinigten Staaten von Amerika stand im Zeichen der Paradoxie: Auf der Flucht vor religiöser Verfolgung nahmen Europäer das Land in Beschlag und rotteten die indigene Bevölkerung aus. Dennoch bildet die von den Gründervätern der USA ausgearbeitete Constitution das wohl fortschrittlichste Verfassungsdokument der Menschheitsgeschichte, so elastisch konzipiert, dass es sowohl die Rechte und Freiheiten der Bevölkerung gewährleistet als auch das Wachstum und die Entwicklung einer aufblühenden Nation.
Diese Elastizität aber hat auch die berüchtigte «Drei-Fünftel-Klausel» hervorgebracht, der zufolge nur drei Fünftel der Sklaven bei der Volkszählung in den Bundesstaaten sowohl für Steuerzwecke als auch bei der Sitzzuteilung im Repräsentantenhaus mitgezählt werden sollten. Ein zutiefst undemokratischer Artikel, denn er führte dazu, dass die in den Südstaaten gehaltenen, bekanntlich dunkelhäutigen Sklaven bei der Zuteilung der Sitze im Kongress als «Drei-Fünftel-Menschen» mit eingerechnet wurden, obwohl sie selbst kein Wahlrecht hatten.
Taktische Opfer
Paradoxie 1787, Paradoxie heute, im Jahr 2015: Zweimal in Folge haben die Vereinigten Staaten inzwischen einen ...
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Tanz Oktober 2015
Rubrik: menschen, Seite 16
von Theresa Ruth Howard
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