Naoko Tanaka
Streng genommen hat Naoko Tanaka keine Ahnung von Tanz. Sie studierte Malerei und Bildende Kunst in Tokio und Düsseldorf. Vielleicht gerade deshalb und umso mehr überzeugt die künstlerische Inspiration durch das flüchtige Medium, die sie seit 2011 auf faszinierende Weise in installative Bühnenkunst umsetzt. Dabei ist ihre Definition von Choreografie so simpel wie magisch: Als «Lichttänzerin», will heißen als Lichtgestalterin mit festgelegten Bewegungsabfolgen, exponiert sie statt ihres Körpers Räume und haucht ihnen mit einem Spiel aus Licht und Schatten Leben ein.
Auf symbolischer Ebene eröffnet Naoko -Tanaka dem Publikum damit auch Zugänge zu unbewussten und kindlichen Welten; so geschehen in ihrer sogenannten «Schattentriologie», die ihre ersten drei Bühnenarbeiten «Die Scheinwerferin» (2011), «Absolute Helligkeit» (2012) und «Unverinnerlicht» (2015) umfasst.
Für ihre neueste, szenische Installation «Still Lives» wurden neben dem Licht auch ein Luftkissen aus Polyäthylen -– mannshohen Ozeanwellen gleich – sowie ein paar Objekte zu Akteuren. Die der Realität entlehnten und zugleich traumhaft entrückten Alltagsgegenstände und Möbel gruppierten Naoko Tanaka und ihre Mitperformerin ...
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Tanz Jahrbuch 2018
Rubrik: Hoffnungsträger, Seite 174
von Christine Matschke
Die Insel Taiwan ist die Heimat des weltberühmten Cloud Gate Dance Theatre. Was aber bedeutet «Zuhause» für ein Ensemble, das oft auf Reisen ist? Ich treffe mich mit drei Mitgliedern der Kompanie: mit -Huang Li-cheh und den Tänzerinnen Su I-ping und Huang Mei-ya, die häufig in Solopartien zu sehen sind. Was vermissen sie am meisten, wenn sie touren? «Meine Katzen,...
Es gibt ein Wort im Tschechischen, das in etwa so viel wie «Heimat» bedeutet. Es heißt domov und ist vom lateinischen domus abgeleitet. Also von dem Begriff eines «Zuhause». Wenn wir diese Idee weiterverfolgen, könnte es auch bedeuten, dass dort, wo unser Haus steht, gleichzeitig unsere «Heimat» ist.
Eigentlich sollte ich diesen Beitrag «Heimat und Migration»...
Wie macht er das nur? Tanzen, choreografieren, fotografieren, mitten in der Saison eine wichtige Premiere, kurz danach die erste Ausstellung? Roman Novitzky ist bei allem, was er anpackt, nicht das, was man einen Tausendsassa nennt. Bewundernswert am Ersten Solisten des Stuttgarter Balletts ist weniger, wie er als Multitalent alles unter einen Hut bekommt....
