Nouveau cirque

Aus der Zirkusschule wird ein Universalgymnasium der Künste. Das CNAC verbindet Tanz mit Zirkus und gilt als Elitehochschule – mitten in der Champagne.

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Dichte Nebelschwaden steigen aus den Fluss­auen entlang der Marne. Von den Weinbergen der Region ist nichts zu sehen. Es ist Ende Mai – es könnte ebenso gut ein dampfend-feuchter Herbstmorgen sein. Der Zug braucht neunzig Minuten von Paris Richtung Osten ins Herz der Champagne – nach Châlons, das bis vor ein paar Jahren noch Châlons-sur-Marne hieß und sich in Châlons-en-Champagne umbenannte, der Werbewirkung des exquisiten Getränks wegen, das die Gegend weltberühmt gemacht hat.


Ganz entschleunigt wirkt Châlons-en-Champagne, eine unaufgeregte, hübsche französische Provinzstadt mit ereignisreicher Geschichte. Für Kenner der Zirkuswelt ist sie seit zwei Jahrzehnten auch das Mekka der Manege. 1985 schuf das französische Ministerium für Kultur und Kommunikation unter Jack Lang eine Hochschule für Zirkuskunst – das CNAC – das Centre National des Arts du Cirque. Ein fester Kuppelbau aus dem vorletzten Jahrhundert am Rand der Stadt. Um sich und den Zirkus neu zu erfinden.

Nouveau Cirque heißt das Zauberwort, das für eine neue Generation von Zirkuskunst steht. Der  zeitgenössische Zirkus will sich fundamental vom traditionellen Nummernzirkus unterscheiden, in dem Menschen und Tiere ihre ...

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Tanz Juli 2007
Rubrik: Ausbildung, Seite 68
von Ottmar E. Gendera

Vergriffen
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