der liebe schlaf
Seit dieser Spielzeit bekleidet er den Posten des Ballettdirektors und Chefchoreografen an der Oper Graz, in der Nachfolge von Darrel Toulon. Es ist der Morgen am Tag seiner ersten Premiere. Mit «Der Liebe Schlaf», einer «Dornröschen»-Adaption für sein 17-köpfiges Ensemble, wird sich Jörg Weinöhl am Abend dem Publikum in der Steiermark vorstellen. Derzeit sind es nur 16 Tänzer vor wenigen Tagen hatte die Fee der Liebe einen schweren Verkehrsunfall. Das nimmt ihn mit. «Aber in meinem Umfeld bewundert man meine Ruhe.» Es ist nicht ganz verschwunden, sein verschmitztes Lächeln.
Es kommt nur seltener. «Das ist die Verantwortung», diagnostiziert Weinöhl, «aber ich lege Wert darauf, dass wir viel lachen bei der Arbeit.»
Weinöhl kennt man als herausragenden Solisten im Ensemble von Martin Schläpfer. Von Bern über Mainz bis ans Ballett am Rhein nach Düsseldorf/Duisburg verbanden den Schweizer und den ehemaligen Stuttgarter Tänzer 17 künstlerisch wertvolle Jahre. Der Charakterdarsteller mit rot-blondem Bart war Schläpfers männliche Muse. 2013 verließ Weinöhl nach Unstimmigkeiten vor Ablauf seines Vertrags die Truppe, um sich eigenen Projekten zu widmen. Ein schalkhafter Fingerzeig: Einer ...
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Tanz November 2015
Rubrik: Produktionen, Seite 18
von Bettina Trouwborst
Dunkelheit, dann eine Leinwand, darauf ein roter Punkt, pulsierend wie ein Herz. Plötzlich taucht Shantala Shivalingappa aus der Finsternis auf, eine zierliche, beinahe gotisch-sakrale Figur: «Es war einmal, bevor die Zeit Zeit war, da war alles nichts, und das alles, das nichts war, begann.» So hebt «AM I» an, die jüngste Produktion des australischen Choreografen...
In jedem größeren Ort mindestens eine kunsthistorisch bedeutsame Kirche, in jeder halbwegs traditionsbewussten Stadt ein eminentes Museum, und oft genug selbst in der kleinsten Kapelle am Wegesrand noch ein Fresko, das man gesehen haben muss: Italien ist ein Land der Kultur, eine Kulturmarke. Und trägt schwer daran. Seit über zwei Jahrzehnten ist klar, dass der...
deutschland
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Preisträger des «19. Internationalen Solo-Tanz-Theater Festivals Stuttgart», der Norweger Jon Ole Olstad mit «and we already knew the names» (1. Preis Choreografie, 1. Preis Tanz); Tamar Grosz aus Israel mit «I’m not a Jew, Israeli, Vegan, Lesbian, Woman. I am Tamar» (2. Preis Choreografie, Video-Tanz-Preis); die Italienerin Beatrice Panero mit...
