polina, danser sa vie
Choreografieren allein reicht ihm nicht.
Angelin Preljocaj stellt zeitgleich mit der Premiere seines neuen Stücks «La Fresque» einen abendfüllenden Spielfilm vor: «Polina, danser sa vie». Das Szenario basiert auf der Graphic Novel von Bastien Vivès (tanz 11/11), erweitert aber dessen psychologisch-atmosphärischen Ansatz zu einer richtigen Biografie. Valérie Müller hat die Adaption entworfen. Sie ist Dokumentarfilmerin, Filmproduzentin, Koautorin von Drehbüchern und außerdem Preljocajs Ehefrau.
Ihre Idee war es, aus der Ballettelevin Polina Oulinov, die in Moskau an der berühmtesten Kaderschmiede studiert, eine Figur zu machen, die über den Tanz zu sich selbst findet. Polinas Freiheitsdrang kündigt sich schon an, als sie von der Ballettstunde in ihren Vorort zurückkehrt. Im Schnee, vor der Kulisse von Plattenbauten und Kraftwerkstürmen, ballt sie die Fäuste und beginnt, etwas allein aus sich selbst zu schöpfen.
Am Ende des Films steht ein klares Bekenntnis: «Ich bin nicht länger die Polina vom Bolschoi. Ich will der Welt in die Augen schauen.» Da sieht sie sich schon als künftige Choreografin in der belgischen Szene. Tatsächlich führt ihr Weg ans Ballett von Aix-en-Provence (wo im ...
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Tanz November 2016
Rubrik: Produktionen - Im Kino, Seite 14
von Thomas Hahn
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