zagreb on tour
Wo steht der Tanz 2045? Eine ganz andere Generation wird unterwegs sein. Existiert dann noch das, was wir heute unter Tanz verstehen? Oder ist der zeitgenössische Tanz in dreißig Jahren überwunden? Nachdem sich in den Berliner Uferstudios der Bulgare Willy Prager und die Kroatin Sonja Pregrad sorgfältig die Hand gereicht, eine lange Phrase getanzt und sich entkleidet haben, vermuten sie – mit betörendem Lächeln –, es könne sein, dass es dann weit wichtiger ist, selbst zu tanzen statt den Tanz nur anzuschauen.
Es werde ein eigenes Ministerium für Tanz geben, weil es sich so gehört für einen ordentlichen Staat. Gekleidet in Steinzeit-Fell oder Barockkostüm, mimen die zwei nun die Diener des Tanzes, an die der Tanzminister ebenso hohe Erwartungen richtet wie wir heute an einen professionellen Tänzer – den künftig niemand mehr braucht. «Tanz wird teleportiert».
Der Tanz von morgen – so das Duo mit komisch kraus gelegter Stirn – werde sich immer nach dem Gestern sehnen. Die beiden massieren ihre Geschlechtsteile, wohl, weil der Tanz einst animalisches Begehren bedeutete. Sie schreien und tanzen vor Schmerz und Lust, weil es das mal gab, Schmerz und Lust, dass es einem in die Beine ...
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Tanz April 2015
Rubrik: kalender und kritik, Seite 44
von Arnd Wesemann
Monika Grütters, eine Initiative unter Federführung des Dachver-bands Tanz hat ein Papier erarbeitet, das mit dem Städtetag, der Kultusministerkonferenz und Vertretern Ihres Hauses diskutiert wird, weil es auch dem Bund einiges abverlangt – nämlich eine Erhöhung seiner Tanzförderung von vier auf 20 Millionen Euro. Sagen Sie da: Träumt mal schön weiter? Es gibt aus...
Der Generaldirektor der Stiftung Oper in Berlin hat viele Hüte auf. Seine Vita liest sich wie ein Karriere-Vademecum: Seit Georg Vierthaler 1982 als Verwaltungsdirektor am Münchner Volkstheater anheuerte, schob er sich Station um Station nach oben und nach vorne. Derzeit wacht er in Personalunion über die Geschäfte der Opernstiftung und des dazugehörigen...
tanz__Zeitschrift für Ballett, Tanz und Performance
__Herausgeber
Der Theaterverlag – Friedrich Berlin GmbH
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Hartmut Regitz, Arnd Wesemann
Mitarbeit: Dorion Weickmann, Sofie Goblirsch, Marc Staudacher,
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