Das ist typisch
Lübeck rettete 1995 das Stadttheater, indem es den Tanz abwickelte. Nun macht ihm die zwangsfreie Tanzszene ein Angebot: «kostenneutral für das Theater» ein Ballett- und Tanztheater zu installieren – klar, ohne das Theater zu belasten. Dafür ist, üblich in norddeutschen Bürgerschaften, eine eigene bauliche Sichtbarkeit nötig. Ab dem 25. April gibt es ein Lübecker Tanzhaus in der Fackenburger Allee 80, das 700 qm in ein Tanzforum und eine Tanzfabrik teilt –, deren jeweilige Aufgabenspreu und -weizen hier auszumalen zu weit führt.
Für die Ballettfreude steht das Ehepaar Johannes und Carolin Maylin-Kritzinger (Foto) bereit. Dazu gibt’s Tango, Jugendarbeit, Tanztheater, Tanz mit geistig, körperlich und altersbedingt behinderten Menschen, es gibt Ansprechpartner für die Musikhochschule und fürs Stadttheater, ein Kompe-Tanzzentrum von Bürgern für Bürger. Die Lübecker Tanztheatertage sollen folgen, und überhaupt gibt es «großartige Unterstützung» für eine Kunstform, die sich um alles kümmern muss: die verfehlte Sozialpolitik und die vermaledeite Theaterpolitik. Die Basis wird’s schon kurieren.
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Als «George Frederick Handel» am 14. April 1759 in seinem Haus an der 25 Brook Street in London starb, wurde er als Englands größter Komponist verehrt, obwohl gebürtiger Deutscher und hier nur adoptiert. Mit der Oper assoziierte man ihn überwiegend, da er deren Form lange in Italien studiert hatte, später mit seinen Oratorien. Ballett schrieb Händel nur eins.
Umso...
Warum sollte sich ein Tänzer für Stimmphysiologie interessieren? Als unsere Vorfahren im Zeitalter der Brachiatoren, der Armhabenden, an Land kamen, bildete sich ein Ventil im Atemtrakt, das die Luft am Ein- oder Ausströmen hindert und hilft, einen Kräftepulk zu entwickeln für das, was man äußerlich tut, etwa das Abstoßen oder das...
