torobaka
Die Arme dem Himmel entgegengereckt, die Finger gespreizt. Die erste gemeinsame Pose in «Torobaka» beschwört Gestirne und Gottheiten, wirkt eher heidnisch als hinduistisch. Kein Zweifel aber, dass sie auf die Huldigung Ganeshas zu Beginn von Kathak-Auftritten zurückgeht. Doch Israel Galván und Akram Khan – der eine in Sevilla, der andere in London ansässig – wollen bei ihrem Pas de deux auf keinen Fall in einem Ballwechsel zwischen zwei Kulturen, Regionen, Städten oder Völkern steckenbleiben.
Daher ziehen sie sich immer wieder auf das Terrain der Abstrak-tion zurück, wo sich neutrale, persönliche und ganz neue Formen erfinden lassen. Sie duellieren sich wie auf einem Feuerball, ihre Arena ist kreisrund und glutorange, wie eine untergehende Sonne. Über ihnen schwebt ein himmlischer Kranz, der die Szene beleuchtet.
Die Produktion liegt im Trend. Am Flamenco führt kaum noch ein Weg vorbei. Gerade fand der Pferdekünstler Bartabas in Andrés Marín sein andalusisches Alter Ego. «Golgota» heißt ihre gemeinsame Prozession. Und Carolyn Carlson verbündete sich unlängst mit Eva Yerbabuena. Nun also geriet Israel Galván ins Blickfeld von Akram Khan. Im Gegensatz zu den anderen Duos der Saison ...
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Tanz Juli 2014
Rubrik: produktionen, Seite 14
von Thomas Hahn
Zu den hypnotischen Pizzicato-Klängen eines Cellos und der zarten Singstimme der jungen Frau, die das Instrument live auf der schwarz ausgelegten Bühne spielt, vollführen vier alte Frauen ein strenges Ritual, indem sie einander ein kleines, mit Spitze besetztes Stück Stoff herumreichen: eine schlichte, reduzierte Geste, typisch für die Formensprache des...
ausschreibungen_____
«Produktionsstipendien 2015», Schloss Bröllin
Professionelle Künstlergruppen können sich um Stipendien für die Produktion von zeitgenössischen Tanz-, Theater- und Performance-Projekten bis zu maximal drei Wochen im Zeitraum von April bis November 2015 bewerben.
Bewerbungsfrist: 31. Juli; broellin.de
«contact energy 14», Contest for Contemporary...
At the mesmerizing sound of a pizzicato cello, played live by a young girl who also gently sings from one corner of the white square traced on the black carpet floor, four old women perform a neat and hypnotic ritual, passing from hand to hand a small piece of lacework. In this episode titled «Magi» appears a clear and simple gesture, the unmistakable mark of...
