Doku: Rudolf Laban – ein Leben für den Tanz
Eigentlich hieß er Rezső Laban de Váralja. Aber erst unter dem Namen Rudolf, bzw. Rudolf von Laban wurde er zum Mitbegründer des deutschen Ausdruckstanzes und zu dem scharfsinnigen Tanztheoretiker, dessen Bewegungs- und Raumanalysen vor allem William Forsythe nachhaltig beeinflusst haben. Gelehrt und gebraucht wird nach wie vor seine Kinetografie, die unter dem -Label -«Labanotation» weltweit ihrer Genauigkeit wegen Wertschätzung genießt. -Weniger bekannt ist Rudolf Laban (1879 – 1958) hingegen als Choreograf, als der er vor allem auf dem Monte Verità Spuren hinterlassen hat.
Eins seiner Tanzdramen, «Der Trommelstock tanzt», ist dort 1913 entstanden. Alison Curtis-Jones hat es neu inszeniert und vor vier Jahren im Teatro del Gatto in Ascona vorgestellt: als ein typisches Beispiel dafür, wie die Rückbesinnung auf den Körper einst ausgesehen haben könnte. Im Rahmen eines Themenabends zeigt 3sat am 25. Januar um 22.50 h nicht nur das rekonstruierte Werk, sondern im Anschluss auch die Doku «Rudolf Laban – ein Leben für den Tanz» – beides Filme von Roberta Pedrini.
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Januar 2020
Rubrik: Praxis, Seite 67
von
Was gerade in Belgien passiert, hat sich schon lange angekündigt. Rechtspopulisten haben es überall und zu jeder Zeit verstanden, dass Einflussnahme auf die Kunstförderung ein wichtiges Instrument zur Verbreitung ihrer nationalistischen Ideologien ist. Nicht nur in Belgien: Die Niederlande, Polen, Ungarn haben es vorgemacht. Auch in Deutschland nimmt in einigen...
2019 kam Fernando Meirelles‘ Film «Die zwei Päpste» ins Kino, eine Art Doku-Fiction über Benedikt XVI. alias Joseph Aloisius Ratzinger, dargestellt von Hollywoods Bösewicht Anthony Hopkins. In Lettland, am Nationaltheater in Riga, erschien derselbe Papst, dargestellt von niemand Geringerem als Amerikas göttlichem Wundertanzknaben Mikhail Baryshnikov. Der 71-Jährige...
Das Pressefoto macht stutzig: Ex-Ballettdirektorin Birgit Keil, die das Badische Staatstheater in Karlsruhe nach 16 Spielzeiten verlassen musste, lächelt mit ihrer Nachfolgerin Bridget Breiner in die Kamera. Selten hat sich ein – von der Politik erzwungener – Leitungswechsel so harmonisch präsentiert. Umarmend dann auch der Auftakt, den Breiner mit einer Gala...
