aus für merce cunninghams schule?

das studio kämpft ums überleben

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Christiana Axelsen ist sichtlich stolz, als sie durch den dicken Ordner blättert, der im Flur des New Yorker Merce Cunningham Studio auf einem Klapptisch ausliegt. Tausende von Zuschriften hat die Studentin darin aufgehoben, Bekundungen der moralischen Unterstützung von Tänzern und Tanzfreunden aus der ganzen Welt. «Das zeigt uns doch, dass wir das Richtige tun», sagt die zierliche junge Frau, während sie sich mit einem Handtuch den Schweiß der vorangegangenen Trainingsstunde aus der Stirn wischt.

Christiana Axelsen studiert seit eineinhalb Jahren im Merce Cunningham Studio im elften Stock des Künstlerkollektivs Westbeth in Green­wich Village von Manhattan. Cunningham, den sie kurz vor seinem Tod noch kennenlernen durfte, ist ihr Idol; seine Methode mache «den Körper zum denkbar vielseitigsten und stärksten Instrument», sagt sie. Deshalb ist sie aus Seattle nach New York gekommen, und deshalb setzt sie sich jetzt vehement für die Erhaltung des bedrohten Studios ein.

Christiana Axelsen hat eine Petition an die Nachlassverwalter des 2009 verstorbenen Meisters verfasst, einen dringlichen Aufruf, das Studio zu erhalten und somit Cunninghams künstlerisches Erbe zu sichern. «Man kann Tanz ...

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Tanz Januar 2011
Rubrik: menschen, Seite 28
von Sebastian Moll

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