Royston Maldooms Philharmoniker-Tanzprojekt
Ungewohnte Töne in einer Schulturnhalle. «Focus! Now! One, two, three, four ...» Bei «acht» schwingen synchron (oder doch fast) fünfzig Kinderköpfe herum. Die Order ist angekommen, die Gesichter sind ernst und konzentriert. Die allermeisten, fast die ganze Zeit. Selten sieht man eine so heterogene Gruppe Youngsters, die so lange mit Feuereifer an drei Minuten Choreografie arbeitet. Sofort fällt einem ein Name ein: Royston Maldoom.
Er steht mitten in seinem nächsten Community-Dance-Projekt: Im Rahmen von Zukunft@BPhil, dem Education-Programm der Berliner Philharmoniker, erarbeitet er mit 140 Berliner Halbwüchsigen und jungen Erwachsenen zwischen zwölf und 27 Jahren die Bühnen-Action zu Béla Bartóks «Konzert für Orches-ter».
Heute Nachmittag: Ein Stück New York in der Wilhelm-Ostwald-Schule. «Can’t you just feel it!» Die Education-Leiterin Catherine Milliken schaut von der Seitenlinie zu. Sie ist richtig aufgekratzt, dass der Geist der Komposition so gut getroffen ist. New York City, Mitte des letzten Jahrhunderts, Vielfalt, Farbe, Rhythmus, Lebendigkeit. Das Stück ist natürlich keine zufällige Wahl. Milliken: «Hier hat Bartók das Orchester ausgestellt. Man hört innerhalb des Ganzen ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Ekaterina Maximova, 70, Trägerin höchster Auszeichnungen, ist tot. Dabei schien es, als bliebe sie für immer elegant, schlank, lebhaft, immer mit einer Haarsträhne in der Stirn und darunter ihr strahlender Blick. Zahllos waren ihre Verehrer, die ihr Talent, ihren künstlerischen und ihren menschlichen Zauber bewunderten. Alle Welt nannte sie zärtlich «Katia». Mehr...
Sasha Waltz wurde in Paris zum «Officier dans l’Ordre des Arts et des Lettres» ernannt. Das ist die höchste Auszeichnung für Künstler, die sich durch ihren Beitrag «zur Ausstrahlung der Künste und der Literatur in Frankreich und in der Welt ausgezeichnet haben». Im Théâtre de la Ville in Paris spielt sie tagelang vor ausverkauftem Haus. Wird dort beinah vergöttert....
In den wohlhabenden Vororten von Johannesburg fährt man gern den silbergrauen Hyundai SUV. Auf der anderen Seite der Stadt, in den Townships, bevorzugt man weiße Minibusse. Der Choreograf Sello Pesa fährt einen schwarzen VW-Käfer. Ein ungewöhnliches Auto für eine südafrikanische Großstadt. Doch der kleine Käfer führt auch ein ungewöhnliches Leben. Abends parkt er...
