Meister der Provokation
Daniel Proietto ist ein Energiebündel, ein lebhafter, leidenschaftlicher Gesprächspartner mit großen dunklen Augen und schwarzem Haar. Seine Gedanken sprudeln regelrecht aus ihm hervor. Doch bei aller kindlichen Offenheit spürt man stets eine Entschlossenheit, eine Freude am Streitgespräch, die den gebürtigen Argentinier auszeichnet. Proietto ließ sich an der Ballettschule des Teatro Colón in Buenos Aires ausbilden, bevor er beim Ballet Santiago de Chile, beim Ballet Teatro Argentino und bei der zeitgenössischen Kompanie des Teatro San Martín anheuerte.
2003 begann er seine Zusammenarbeit mit dem zeitgenössischen norwegischen National-ensemble Carte Blanche sowie mit dem Norwegischen National-ballett. Er hat mit Choreo-grafen wie Alan Lucien Øyen, Russell Maliphant oder Sidi Larbi Cherkaoui zusammengearbeitet und selbst für zahlreiche große Kompanien choreografiert, darunter das Norwegische Nationalballett, das Ballett der Wiener Staatsoper und das Kubanische Nationalballett. Sein aktuelles Projekt ist die Kreation einer abendfüllenden Version von «La Bayadère» unter dem Titel -«Rasa» für das Opera Ballet -Vlaanderen in Antwerpen.
Das Londoner Ballettpublikum wurde spätestens ...
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Tanz Januar 2020
Rubrik: Menschen, Seite 20
von Mike Dixon
Sexuelle Belästigung und Machtmissbrauch haben auch vor dem Berufsfeld Tanz nicht Halt gemacht. Inzwischen gibt es eine Anlaufstelle, an die sich Betroffene wenden können. «Themis», benannt nach der griechischen Göttin der Gerechtigkeit, bietet Beratung und Hilfestellung an. Die Einrichtung ist von 17 Branchenverbänden gegründet worden, arbeitet unabhängig und...
Schritt für Schritt zu sich selbst. Stufe für Stufe in Richtung Selbstständigkeit. Wissen, was man mitteilen will, und dafür die richtige – choreografische oder verbale – Sprache einsetzen. Der Weg zum Ziel kann lang sein. Besonders lang ist er für Rihoko Sato, die bis heute als die weibliche Sphäre an der Seite von Saburo Teshigawara wahrgenommen wird. Neuerdings...
Malou Airaudo gehört zum Urgestein des Tanztheaters Wuppertal Pina Bausch. Ebenso Dominique Mercy. Die beiden Wuppertaler Ikonen tanzen als «Malou- & Dominique» noch bis zum 5. März durch 15 Bahnhöfe in NRW. Weil -Züge selten pünktlich sind, war es die Idee des Videokünstlers Kai Fobbe,- Wartende mit einer App zu beglücken. «Motionartview» (Google Play Store) lädt...
