Highlights 4/18
Bologna: Live Arts Week
Live Arts nannten es die Briten in den 1990er-Jahren. Die bildende Kunst betrat die Tanzbühnen. Und sie tut es weiterhin, zum siebten Mal nun im italienischen Bologna, erstmals auch in den historischen Räumen der Galleria d‘Arte Moderna. Die «Live Arts Week» will eine künstlerische Forschung am Körper sein, ein Laboratorium des Tanzes mit so namhaften Performern wie Kroot -Juurak aus Estland, Julian Weber, Mette Edvardsen aus Norwegen sowie -Antonia Baehr und Latifa -Laâbissi.
Diese beiden verkörpern die Affen in Nadia Lauros Installation «Consul & Meshie», die eine historische Begebenheit ins Heute übersetzt. Schließlich ist Bologna für Tanz und Performance das, was Donaueschingen für die Musik darstellt: eine Plattform, bei der die Avantgarde ihr Publikum trifft.
Vom 18. bis zum 21. April; www.liveartsweek.it
Oslo: Jo Strømgren
Zwei Schauplätze, zwei Jahrhunderte, zwei Stücke, aber nur einmal Knut Hamsun – und das alles beim neuen Doppelabend des Norwegischen Nationalballetts, den Jo Strømgren einrichtet. In «The Outskirts» porträtiert der Choreograf das Dasein in einem kleinen schwedischen Dorf anno 1964, und zwar mit den Mitteln eines surrealen ...
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Tanz April 2018
Rubrik: Tanz im April, Seite 36
von
Botschaften: Welttanztag
Seit 1982 feiert das Tanzkomitee des Internationalen Theaterinstitut ITI am 29. April nicht nur den Geburtstag des Ballettreformators Jean Georges Noverre, sondern auch den Tag des Tanzes – und das mit Botschaften namhafter Persönlichkeiten des Tanzes. Neben Salia Sanou (Burkina Faso), Georgette Gebara (Libanon), Willy Tsao (Hong Kong)...
Tanztheater Wuppertal
Der erste Anlauf ging daneben, im zweiten Anlauf könnte es etwas werden mit einer sehenswerten Uraufführung für Pina Bauschs Wuppertaler Tanz-theater, das jahrzehntelang auf die Kreationen seiner Gründerin abonniert war. Dimitris Papaioannou (Foto, siehe tanz 10/17) macht im Mai für die Kompanie ein «Neues Stück» – hohe Aufmerksamkeit...
Der britische Meister des indischen Kathak schießt wie ein Torpedo hinein in den getrommelten Frieden, kommandiert von rhythmusgebenden Bols und dem Gesang von Aditya Prakash, der seine Stimme schenkelklopfend und mit herrlichen Armschwüngen stützt. Das ist Kathak, das ist Indien, so weit entfernt wie der Krieg. Akram Khan fegt über die Bühne mit gespreizten...
