Janet Eilber
Seit 2005 sind Sie Künstlerische Leiterin der Martha Graham Dance Company. Wie steht es um die Aufführungsrechte der Choreografien? Bis auf zwei liegen sie nun endlich bei uns. Die Zeit nach Grahams Tod 1991 war hart wegen des Nachfolgestreits mit Ron Protas. Es gab kaum Auftritte und wenig Reisen. Von Grahams nachgelassenen 181 Choreografien sind heute etwa 50 rekonstruiert, 12 bis 14 von ihnen befinden sich in unserem Repertoire.
Was sagen Grahams Stücke einem heutigen Publikum? Sie sind nach wie vor athletisch, kraftvoll, emotional, universal und sexy.
Und sie enthüllen die Gefühlswelt der tanzenden Figuren, ob bei den Frauengestalten der frühen Stücke oder den mythologischen Heldinnen der späteren Werke. Graham empfand Löwen und andere Tiere in ihrem instinktiven Verhalten, wie sie es gern im Zoo beobachtete, als ehrlich und unaufgedonnert. Die Bewegung der Tiere geht stets vom Körperzentrum aus. Das hat Graham in ihre Technik übernommen. Alles kommt aus dem Körperzentrum, Lachen, Weinen, Schmerz. So entstand das Gegensatzpaar contraction – release. Was damals als schockierend empfunden wurde, ist heute Gemeingut. Nehmen Sie einen Kugelstoßer: Seine Anlauf- und Drehbewegung vor ...
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«Empire – Art & Politics». You might think the title refers to the much discussed political treatise by Michael Hardt and Antonio Negri, but this is not quite true. The performance opens with the recording of a film about theNapoleonic Wars. Napoleon himself appears but a few times, the piece continues as “comedy of manners” of society life: it portrays the fancy...
«Ich würde sagen, wir ergänzen (in Bayreuth) das ganze Wagner-Repertoire auch um die Orchesterwerke. Wir engagieren – vielleicht nur alle zwei, drei Jahre – die besten Dirigenten der Welt, rekrutieren eine maßgeschneiderte, handverlesene Tanzkompanie für den Sommer und einen herausragenden Choreografen: einen William Forsythe, einen Mats Ek oder sogar einen Heinz...
Auf den ersten Blick unterscheidet sich ihr Unterricht nicht von dem anderer Ballettpädagogen. Erst wenn man genauer hinschaut, ist vieles anders: die Zeit, die sie sich für die «Stange» nimmt, die Unnachsichtigkeit, mit der sie immer wieder die ers-te Position korrigiert. Bis alles im Lot ist. Christina Bernal, klein von Gestalt, aber unübersehbar im Ballettsaal,...
