hafiz dhaou & aïcha m’barek
Im September 2014 bezeichnete Frankreichs Premierminister Manuel Valls Tunesien als «Start-up der Demokratie». Zu Recht. Denn im Oktober und November fanden Parlaments- und Präsidentschaftswahlen statt, die bemerkenswert ruhig verliefen. Die Islamisten mussten den Gang in die Opposition antreten. In dem sicheren Glauben, weiter regieren zu können, hatten sie auf eine Präsidentschaftskandidatur verzichtet und verkündet, das politische Gleichgewicht sei ihnen wichtiger als Machtfülle.
Damit hat das friedliebende Tunesien nun die historische Chance, die Spannungen zu glätten, die nach der Revolution von 2011 das Geschehen prägten.
Nach der erfolgreichen Erhebung gegen das autokratische Regime des Präsidenten Ben Ali, die den Arabischen Frühling einläutete, hatten Fundamentalisten damals versucht, die Scharia in das Rechtssystem einzuflechten. Sie besetzten Universitäten, griffen Kunstausstellungen an und wetterten überhaupt gegen das Primat alles Weltlichen. Die heftigsten dieser Turbulenzen sind wohl ausgestanden. Dafür muss das Land nun die wieder auflebenden Geister des Ben Ali-Regimes in den Griff kriegen, die sich als Schutzschild gegen den Fundamentalismus präsentieren, aber ...
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Tanz Februar 2015
Rubrik: menschen, Seite 24
von Thomas Hahn
dvd_________
nurejews schwanensee
Leben mit einer Legende: 2014 jährte sich zum fünfzigsten Mal die Premiere von Rudolf Nurejews «Schwanensee»-Version an der Wiener Staatsoper, mit der er nicht nur seine langjährige Beziehung zu diesem Haus festigte, sondern sich auch im Westen als Choreograf etablierte. Zwei Jahre später wurde diese Umsetzung, die weitgehend auf...
In the 1960s, James Brown’s brash singing style and aggressive, muscular dance moves revealed a thrilling side of the black male entertainer. “A dancer like James Brown, largely self-taught,” Brenda Dixon-Gottschild writes in her book The Black Dancing Body, “brought footwork to new heights in his fast-paced, raw execution.” The once tortured and lynched, and too...
Am 16. Dezember ließ der Intendant der Brüsseler Monnaie-Oper, Peter de Caluwe, verlauten, dass er sich aufgrund substanzieller Finanzkürzungen seitens der Regierung zu einer rigorosen Spielplan-Schrumpfung gezwungen sehe. Von einem «kulturellen Blackout» war die Rede, dem allen voran die Sparte Tanz zum Opfer fiel: Auf absehbare Zeit wird es an La Monnaie keine...
