Austausch: Wüste trifft Wupper
Die ehemalige Béjart-Tänzerin Germaine Acogny ist für die afrikanische Tanzmoderne in etwa das, was Pina Bausch für die deutsche dargestellt hat. Acognys Schule, die École des Sables in Senegal, startet nun ein großes Austauschprojekt mit der seit bald zehn Jahren bestehenden Pina Bausch Foundation. Tanzschaffende, die in afrikanischen Tänzen ausgebildet sind, dürfen dazu Bauschs «Das Frühlingsopfer» (1975) mit ehemaligen Wuppertaler Interpreten auf einer Workshop-Tour einstudieren.
Zudem werden Acogny, die Gründerin der 20 Jahre alten École des Sables, sowie ein ehemaliges Ensemblemitglied vom Tanztheater Wuppertal gemeinsam ein Duett anhand ihres tänzerischen Erbes entwickeln. Der Doppelabend aus «Frühlingsopfer» und dem Duett soll im Frühjahr 2020 in Senegals Hauptstadt Dakar uraufgeführt werden, danach im Opernhaus Wuppertal zu sehen sein. An der Kollaboration beteiligen sich das Sadler’s Wells in London und das Théâtre de la Ville in Paris.
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz März 2019
Rubrik: Praxis, Seite 75
von
Mit ihren 36 Jahren sieht Marianela Núñez immer noch aus wie ein Teenager. Ihre großen blauen Augen geben unverhohlen ihre Emotionen preis, blitzen lebhaft auf, wenn sie vom Tanzen spricht, verschleiern sich nachdenklich, wenn sie sich eine Zukunft ohne Ballett vorstellt. Doch sofort gewinnt ihr Lächeln wieder die Oberhand, und Núñez fährt fort, ihren Empfindungen...
Einer der bekanntesten Schauspieler der Welt dreht einen Film über einen der bekanntesten Tänzer der Welt – Grund genug, genauer hinzuschauen. Zumal «The White Crow», die jüngste Regiearbeit des Briten Ralph Fiennes, der seinen internationalen Durchbruch 1993 als KZ-Kommandant in Steven Spielbergs «Schindlers Liste» erlebte, sich mit den frühen Jahren des...
Musicalsänger tun es ständig, am Staatstheater aber wird immer noch bestaunt, was in den USA so nonchalant als «triple threat», als Dreifachbedrohung läuft: Darsteller, die singen, tanzen und spielen können. So wie die Schauspielerin Josephine Köhler in dieser gemeinsamen Produktion des größten Dreispartenhauses in Europa. Beteiligt ist neben dem Staatsorchester,...
