luxemburg: Angie Hiesl: «[in] Visible – [un] Sichtbar»
Vor der Alten Feuerwache in Saarbrücken breitet sich der ungastliche Landwehrplatz aus. Linkerhand dribbeln zwei Jungs mit einem Basketball unter einem Korb. Auf der Bank daneben wechselt ein Briefumschlag den Besitzer, von einer schwarzen Lederjacke in die andere. Der eine Typ, der Dicke mit dem Käppi, pflanzt sich später zehn Meter weiter an den Rand der Performance, schaut auf das ungewohnte Wasser auf dem Platz und auf zwei nackte Frauenbeine, die aus einem Pulk Wasserflaschen herausragen. Als sei die zugehörige Frau am Versinken – oder wächst sie da heraus? Unterm Käppi dräut es.
Bis es ganz leise darunter heraustropft: «Was soll’n das?»
Das Schöne an den performativen Installationen von Angie Hiesl und Roland Kaiser sind Momente, wenn nichts soll. Scheinbar. Wenn sie den Alltag an einem Alltagsort aus den Angeln heben und er über Normal schwebt, ihn verwackeln, aber nicht extrem stören. Wenn sie dem Auge schmeicheln und den Gedanken dahinter kratzen. Sie laden ein zum Schweifen des Blicks. Die Passanten an solchen Orten werden auch zur Schau. Die alte Dame, die einen Rollstuhl sorgsam zwischen zwei stehenden Wasserflaschen hindurchschiebt. Es sind ordinäre 1,5-Liter-Flaschen, ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Juli 2014
Rubrik: kalender und kritik, Seite 46
von Melanie Suchy
Challenge. Curiosity. Question. If you search for a key to enter in David Hallberg's world and see what makes David run so fast across the ballet planet, these three words could be considered the revealing clue. During our talk, the day after his acclaimed debut as Siegfried in Rudolf Nureyev's production of «Swan Lake»with La Scala Ballet in Milan, David has often...
The choreographic work of Jan Fabre has been marked all along by the solo’s he made for dancers he loved to work with. The French dancer Cedric Charron, company member since 14 years now could not be an exception to this rule as his input in Fabre’s work has been substantial since he first incarnated a mad barking dog in «As long as the world needs a warrior soul»....
Sie sind Amerikanerin, Lehrerin für Spiraldynamik und wurden bekannt als Tänzerin bei Maurice Béjart – ein bewegtes Leben.
Ja, ich bin in Westport, Connecticut geboren und dort aufgewachsen, bis ich 14 Jahre alt war. Danach sind meine Eltern nach London umgezogen. Wir waren zwei Jahre da, von dort ging ich nach Brüssel.
Wo leben Sie heute?
Hier in der Schweiz in...
