berlin, bonn: Jess Curtis
ist ein Mann mit Anziehungskraft, darum heißt seine Kompanie Gravity. Die Haare bereits wunderschön ergraut, die 50 hat er schon geknackt. Zu seinen Freunden zählt der berühmte Performer und Theoretiker Guillermo Gómez-Peña – auch nicht mehr der Jüngste. Schön tanzen gehört, altersmäßig, nicht mehr in die Kategorie «schön aussehen». Was selbst Frauenzeitschriften wie «Brigitte» schon eingesehen haben, gilt auch hier: Mensch tanzt nur schön, wenn er frei ist.
Im November hatte der Amerikaner bereits ein Panel, «Physical Diversity and the Performance of a Corproreal Ethics» in Berlin einberufen. Mit Maria Francesca Scaroni, Claire Cunningham, Bridge Markland und Jörg Müller experimentiert er nun mit der körperlichen Freiheit in seiner bizarren Unterhaltungsshow «Dances for Non/Fictional Bodies» in Berlin, Uferhallen, 16. bis 19. Dezember. Zuvor tritt er am 4. Dezember bei Silke Z.s bekannten Paararrangements «Unter uns!» im Bonner Ballhaus auf, zusammen mit dem 56-jährigen Schauspieler Angus Balbernie – dieser frustriert, Curtis kritisch – wie sie so ist, die Generation 50+. Eine Augenweide.
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