berlin, bonn: Jess Curtis

Tanz - Logo

ist ein Mann mit Anziehungskraft, darum heißt seine Kompanie Gravity. Die Haare bereits wunderschön ergraut, die 50 hat er schon geknackt. Zu seinen Freunden zählt der berühmte Performer und Theoretiker Guillermo Gómez-Peña – auch nicht mehr der Jüngste. Schön tanzen gehört, altersmäßig, nicht mehr in die Kategorie «schön aussehen». Was selbst Frauenzeitschriften wie «Brigitte» schon eingesehen haben, gilt auch hier: Mensch tanzt nur schön, wenn er frei ist.

Im November hatte der Amerikaner bereits ein Panel, «Physical Diversity and the Performance of a Corproreal Ethics» in Berlin einberufen. Mit Maria ­Fran­cesca Scaroni, Claire Cunningham, Bridge Markland und Jörg Müller experimentiert er nun mit der körperlichen Freiheit in seiner bizarren Unterhaltungsshow «Dances for Non/Fictional Bodies» in Berlin, Uferhallen, 16. bis 19. Dezember. Zuvor tritt er am 4. Dezember bei Silke Z.s bekannten Paararrangements «Unter uns!» im Bonner Ballhaus auf, zusammen mit dem 56-jährigen Schauspieler Angus Balbernie – dieser frustriert, Curtis kritisch – wie sie so ist, die Generation 50+. Eine Augenweide.

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Dezember 2010
Rubrik: kalender: highlights, Seite 32
von

Vergriffen
Weitere Beiträge
leipzig: Mario Schröder «Chaplin»

Mario Schröder ist der neue Chef des Leipziger Balletts. Sein Einstand hätte besser nicht laufen können. Standing Ovations gab es für die Eröffnungspremiere «Chaplin» und einen Strauß Komplimente von keiner Geringeren als Geraldine Chaplin, die extra nach Leipzig gereist war, um die Hommage an ihren Vater in postumer Stellvertretung entgegenzunehmen. Womöglich war...

moskau: tanzplattform

Zum zehnten Mal präsentiert die Moskauer Künstlervereinigung TsEKh die russische Tanzplattform. Unter die wichtigsten Produktionen der Saison schafften es in diesem Jahr auch Stücke aus dem Westen: Christoph Winkler bringt in «True Style» die Tänzer des Ëd Physical Theatre aus St. Petersburg dazu, aus ihrem Leben und von ihrer Arbeit zu erzählen, die Belgierin...

drei dekaden: Montpellier danse(s)

Falls ein Festival nur lange genug überlebt, kann man dessen Kurator wie einen Künstler betrachten und das Festival als ein Werk, das diverse Perioden ­duchlief. «Montpellier Danse» wurde im Sommer dreißig Jahre alt, und sein Leiter Jean-Paul Montanari bat die ­Tanzjournalisten, das Spiel seiner Inspiration zu analysieren. Siehe da: Säuberlich lassen sich Dekaden...