Aaron Watkin
Aaron Watkin, ein weiter Weg. Sie stammen aus Vancouver, tanzten in Frankfurt und übernehmen 2006 als Nachfolger von Vladimir Derevianko die Ballettdirektion der Dresdner Semperoper. Warum Deutschland und nicht Kanada? Europa ist vergleichsweise klein, ohne Schwierigkeiten überwindet man die Grenzen, kann die verschiedensten Kompanien sehen, inspiriert von den gegensätzlichs-ten Choreografen. In Kanada gibt’s dagegen für einen, den’s nicht unbedingt zum National Ballet zieht, viel weniger Optionen.
Für mich, durchaus bereit, in unterschiedlichen Stilen zu experimentieren, kann das nichts anderes heißen als: ab nach Europa! Wir haben gute Verbindungen zu Jirí Kylián. Stuttgart wurde durch Reid Anderson für viele Kanadier interessant. Was die Sache erleichtert, sind die vielen Stipendien beispielsweise vom Canadian Council, der für ein paar Monate das Reisen fördert. Ich selbst kam in den Genuss des Peter Dwyer Scholarship.
Eine ähnliche Unterstützung erfahren auch Kompanien, die durch Europa touren? Das ist ein anderes System der Finanzierung. Wovon ich spreche, ist ein persönliches Stipendium, das am Ende der Ausbildung einsetzt und den künstlerischen Horizont ...
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Ein Quereinsteiger! Weder Choreograf ist er je gewesen, noch Tänzer oder überhaupt Künstler. Ein administrateur! Einer, der Jura und Politikwissenschaften studierte an einer der angesehensten Eliteschulen des Landes. Seit zwanzig Jahren leitet Gérard Violette das Théâtre de la Ville in Paris, Europas größte und älteste Koproduktionsstätte für zeitgenössischen Tanz....
«Kanada ist ein sehr großes Land», sagt Édouard Lock von La La La Human Steps, der seit 1983 auf der ganzen Welt tourt: «In großen Ländern spielt der Körper eben eine andere Rolle als in kleinen: Wie man sich bewegt in einem so großen Land, ist eine Frage, wie man auftritt, wie man Menschen begegnet, wie man sich hält.» In der Hotellobby läuft der Fernseher....
In David LaChappelle’s documentary, Rize, the pent-up rage of kids from Los Angeles’ South Central bursts off the screen and grabs you by the throat. But instead of violence, the anger takes shape in the exhilarating new dance forms called krumping and clowning. Clowning was invented out necessity and providence by an ex-drug dealer, Thomas Johnson (Tommy the...
