...jan fabre
Man muss weit reisen, um seinen eigenen Nachbarn zu treffen. Jan Fabres «Prometheus Landschaft II» tourt und tourt, drei Ausstellungen des Künstlerchoreografen sind derzeit gleichzeitig zu sehen: Durch seine große Einzelausstellung «Hortus.Corpus» kann man im berühmten Kröller-Müller-Museum in den Niederlanden spazieren. In Wien zeigt das Kunsthistorische Museum «Die Jahre der Blauen Stunde». In Venedig ist in der Nuova Scuola Grande di Santa Maria della Misericordia sein jüngstes Werk ausgestellt.
Als «Pietas» steht ein Ensemble aus fünf riesigen Skulpturen in feinstem Carrara-Marmor auf einem gewaltigen Deckel aus Goldfolie. Vier Skulpturen zeigen das menschliche Hirn in enormer Vergrößerung, allegorisch angereichert um einen Baum, ein Kreuz und um rücklings liegende Schildkröten. Die fünfte Skulptur ist tatsächlich eine Pietà wie die von Michelangelo. Nur dass Mutter Maria hier ein Skelett ist und das Jesuskind das Bild des Künstlers selbst. Wohl kein Zufall, dass dieses Werk ausgerechnet in der Schule der barmherzigen Mutter Maria steht.
Trotz seines anhaltenden Erfolgs in der bildenden Kunst ist Fabre nie von der Performance abgerückt. Zuletzt entstand «Prometheus ...
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Tanz Juli 2011
Rubrik: Traditionen, Seite 48
von Pieter T’Jonck
...ist kein Tor zum Tanz. Aber inmitten des diesjährigen nationalen Wettbewerbs der bildenden Künstler gibt es eine Ausnahme. Die Kompanie BADco. aus Zagreb wurde eingeladen, den kroatischen Pavillon gemeinsam mit dem Konzeptkünster Antonio G. Lauer (Künstlername: Tom Gotovac) in eine Hinterbühne zu verwandeln. Den behauptet sie als den «negativen Raum» der...
Sie gewannen letztes Jahr den Publikums- und den Kritikerpreis beim Flamencofestival in Jerez de la Frontera für «Reencuentro», eine Hommage an Ihren Lehrer Fernando Belmonte, ebenso für «Leyenda Personal». Dieses Jahr kamen Sie ohne ein Stück, sondern als Lehrer. Warum?
Ich glaube, es gibt diesen Imperativ, dass ein Tänzer sein Wissen an andere weitergeben muss....
Für eine Heilige wärees das ungünstigste Rating, nach amerikanischen Maßstäben die Sünde selbst. «XXX» ist nicht jugendfrei. In Halle und Dortmund, den bislang einzigen Tourorten dieses frei produzierten Tanzoratoriums, durfte man auch unter 18 rein, weil sich zumindest choreografisch die Barockmusik von Domenico Scarlatti und Georg Friedrich Händel durchaus...
