fallbeispiele
laurent chétouane_________
sacré sacre du printemps
Schon mal gar nicht die Männer hier, die Frauen dort, oder dass jemand tot daliegt am Ende. Darüber sind wir hinaus. Laurent Chétouane gewährt uns lieber einen Blick auf ganz unwuchtige, gebildete, taktvolle und jeglicher Raserei abholde Zeitgenossen.
Sein choreografischer Stil der anstrengungslosen Bewegung, die seinen Protagonisten zu geschehen scheint, bekommt dabei einen komischen Beiklang, so auffällig anders sieht das aus als bei Nijinsky und dem, was nach ihm üblicherweise mit großen Emotionen übers Opfern choreografiert wird. Der gelernte Theaterregisseur Chétouane inszeniert mehr heutige, ritual-ähnliche Gruppen-Gepflogenheiten. Da sagt keiner: Hier geht’s lang, alle mir nach! Sondern: Also, ich fänd’s mal schön, wenn wir ... Fünf Leute mit bemalten Gesichtern raffen sich ohne Eile zusammen und basteln an Entscheidungen. Sie verhandeln ständig miteinander, auf zum nächsten Schritt, dem Fortschritt, dem Glück (denn manchmal schweben sie auf Zehenspitzen wie in einer Utopie herum). Einmal richten sie sich sogar ans Publikum.
Die Tänzer wirken, als redeten sie beim Armeheben und Kniebeugen, vermeiden aber alle klischeehaften ...
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Tanz Mai 2013
Rubrik: le sacre du printemps, Seite 11
von
grenoble_________
itmoi
«Sacre», so weit das Auge reicht: Eine Jahrhundertflut aus Rekons-truktionen, Relektüren, Nachaufführungen ergießt sich über die Bühnen der Welt. Mindestens einer schwimmt allerdings gegen den Strom: Akram Khans «Frühlingsopfer»- Erkundung kommt als apokryphes «iTMOi» daher, was für «In The Mind Of Igor» (Strawinsky selbstredend) steht....
Am 2. September 1996 erschien zum ersten Mal «Computer Bild» – angetreten war sie, um das Hexenwerk des binär operierenden Apparats zu entzaubern. Bis dahin sah es so aus, als sei in der «Blackbox» eines PC alles möglich, kursierte doch die Mär, dass dessen Fähigkeiten so wenig vollständig genutzt würden wie diejenigen unseres Hirns. Solche Analogie zwischen Mensch...
Nach Studienaufenthalten in Amsterdam und New York erforscht die slowenische Performerin, Choreografin und Autorin Mala Kline weiterhin das «performative Potenzial des Traumbewusstseins»: inzwischen als Doktorandin der Philosophie in Ljubljana. Erst kürzlich gründete die Ex-Tänzerin von Iztok Kovac und Wim Vandekeybus das DREAMLAB, «ein mobiles Labor für die...
