Willkür
Wie wird man zum «bekanntesten unbekannten Künstler»? Indem man Erben hat, die sich nicht einig sind über den richtigen Umgang mit dem Vermächtnis. Wie Oskar Schlemmer zum Beispiel. Dessen Nachkommen machten allen, die sich mit dem Werk des in Stuttgart geborenen Bauhauskünstlers beschäftigen wollten, die Arbeit so schwer bis unmöglich, dass Museen wie Medien zuletzt nur noch Zurückhaltung übten. Jetzt ist Schlemmer siebzig Jahre tot, die Urheberrechte sind frei geworden – entsprechend groß ist die Freude, und das nicht nur in der Stuttgarter Staatsgalerie.
Deren Direktorin Christiane Lange meint, dass damit das Werk eines Künstlers in den Mittelpunkt rücke, der tatsächlich neu zu entdecken sei.
__________erst regiert misstrauen, dann der anwalt
War Schlemmers Ehefrau Tut besorgt, den Nachlass ihres 1943 verstorbenen Mannes einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, änderte sich das mit ihrem Tod 1987. Zurück blieben auf der einen Seite die Enkelin Janine, Erbin von Schlemmers früh verstorbener Tochter Karin, auf der anderen Seite die inzwischen ebenfalls verstorbene Schlemmer-Tochter Ute Jaina und ihr Sohn Raman. Bei ihnen lag die Verwaltung des künstlerischen Erbes. Die ...
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Tanz Jahrbuch 2014
Rubrik: Schlemmer, Bartok u.a., Seite 100
von Andrea Kachelrieß
Er ist einer der größten Ballett-Stars seines Heimatlandes Kanada und derzeit erste Wahl, wenn es um die Besetzung der Hauptrollen beim National Ballet of Canada (NBoC) geht. Er verkörpert diese Partien mit Bravour, seit er vor 15 Jahren erstmals in der Kompanie auf sich aufmerksam machte. Die Künstlerische Leiterin Karen Kain bezeichnet ihn als Ausnahmetalent:...
Ab und zu kommt es vor, dass uns das Einfache überrascht. Dass plötzlich, unter den vielen Vorstellungen an den vielen Spielstätten, die wir besuchen, eine Aufführung uns packt, von der wir es gar nicht erwartet hätten. Und uns vor Augen führt, dass wir eben doch längst noch nicht alles gesehen haben. Ladies and Gentlemen: Darf ich Ihnen den norwegischen Tänzer und...
Ein Stück von Pina Bausch einmal mit ihren Augen schauen: Ein Film macht‘s möglich. «Ahnen ahnen» nennt sich der «Probefilm», der 1987 im Vorfeld zu dem Bausch-Film «Die Klage der Kaiserin» entstanden ist: keine Dokumentation, wie man aufgrund des Untertitels «Probenfragmente» vielleicht annehmen könnte, sondern eine eigenständige Arbeit, von der Leiterin des...
