atomos

Gleich zwei Premieren hat Wayne McGregor kurz nacheinander in London herausgebracht. Die weitaus bessere der beiden Produktionen heißt «Atomos» und soll auch das Wolfsburger Festival «Movimentos» krönen

Tanz - Logo

Zwei Wayne-McGregor-Produktionen für zwei Kompanien: «Atomos» für Wayne McGregor | Random Dance am Sadler’s Wells und «Tetractys – The Art of Fugue» für das Royal Ballet in Covent Garden – Stücke, die kontrastieren und faszinieren. Bislang hat sich der umtriebige Engländer für beide Schauplätze erkennbar unterschiedliche Idiome vorbehalten. In den letzten Jahren indes hat ihn die Hypermobilität der Solisten des Royal Ballet dazu verführt, auch die Choreografien für seine eigene Truppe stilistisch zu modifizieren.

Obskur wie eh und je muten die Notizen im Programmheft von «Tetractys – The Art of Fugue» an: Reflexionen über die geometrischen Eigenschaften von Tetraedern, Tetrachorden und kontrapunktischen Formen neben der vermeintlich aufsehenerregenden Information, dass Bach seinen eigenen Namen als Tonfolge in seine Musik eingebaut hat. Nicht nur, wer seit Kindertagen mit Orgelwerken von Bach vertraut ist, weiß, dass das B-A-C-H-Motiv im Gesamtwerk des Komponisten verbreitet ist und nicht nur in der «Kunst der Fuge» auftaucht. Doch geschenkt. Michael Berkeleys musikalische Arrangements, die Bühne und Kostüme von Ausstatterin Tauba Auerbach und Lucy Carters Lichtregie ergeben im ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Mai 2014
Rubrik: produktionen, Seite 8
von Mike Dixon

Weitere Beiträge
am limit

Es gibt ihn, den «guten Schmerz». Man nennt ihn auch den «ehrgeizigen Schmerz». Er zeigt an, wann man Grenzen überwindet, der Körper zu neuen Ufern aufbricht, alte Routinen ersetzt werden, neue Erfahrungen entstehen. Fast jeder Tänzer ist besessen von solcher Schmerzerfahrung. Sie verschiebt das Limit der Belastbarkeit. Sie zeigt, dass man besser wird. Sie ist das...

edward clug

«Exactly.» Das Lob geht Edward Clug leicht über die Lippen. Immer wieder fällt das Wort, während er – unter den Augen eines großen Cranko-Fotos – völlig unverkrampft fürs Stuttgarter Ballett ein neues Stück erarbeitet. Noch ist es im Entstehen. Noch weiß der 40-Jährige nicht, wo es ihn am Ende einmal hinführen wird. Aber die Art und Weise, wie Friedemann Vogel und...

Die Lehrerin: Dinna Bjørn

Sie sind gerade aus Sankt Petersburg zurückgekehrt, wo Sie Schüler der Waganowa-Akademie unterrichtet haben, die eine Aufführung von August Bournonvilles «Le Conservatoire» vorbereiten. Wie kam es dazu?
Das Interesse rührt wohl daher, dass ich das Ballett, mit dem Bournonville sich an seine Studienjahre an der Pariser Oper erinnerte, vor Kurzem mit dem Ballett des...