Tanz für junges Publikum I: Je konkreter desto besser
Katja Wolf, Sie sind Choreografin, Tänzerin und Körpertherapeutin. Im Bereich Kinder- und Jugendtheater waren Sie für verschiedene Produktionen tätig. Kürzlich haben Sie das Tanzstück «drunter und drüber» (5+) der Choreografin Canan Erek dramaturgisch begleitet. Worum geht es da?
Um Gefühle und unübersichtliche Situationen, in denen man von seinen Emotionen überschwemmt wird. Situationen also, die Kindern genauso geläufig sind wie Erwachsenen.
Wie haben Sie das Stück vorbereitet?
Wir haben eine Recherche mit Grundschulkindern gemacht und sie gefragt, welche Gefühle sie kennen, wie die sich anfühlen und wie sie damit umgehen. Ein häufiges Thema war dabei Geschwisterstreit. Aber auch Freundschaftsquerelen und Eltern, die keine Zeit haben.
Auf der Bühne werden solche Situationen eingesprochen ...
Ja, zu hören sind die Hauptfigur Toni, die Mutter, sein Vater, seine Lehrerin und eine Freundin. Parallel dazu werden die Gefühle Freude, Trauer, Angst und Wut durch vier Performer verkörpert und treten miteinander in Interaktion. Dabei war es uns wichtig zu zeigen, wie die Gefühle sich gegenseitig färben und wie Stimmungsumschwünge entstehen. Etwa bei einem Geschwis-terstreit: Das ...
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Tanz Januar 2020
Rubrik: Praxis, Seite 65
von Christine Matschke
tanz
Zeitschrift für Ballett, Tanz und Performance
Herausgeber
Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
Redaktion
Sofie Goblirsch, Hartmut Regitz, Marc Staudacher, Dorion Weickmann (Leitung), Arnd Wesemann
Nestorstraße 8-9, 10709 Berlin
Tel +49 (0)-30-254495-20, Fax -12
redaktion@tanz-zeitschrift.de
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