Heike Langsdorf
Heike langsdorf war Tänzerin bei Jan Fabre, in seinem «Je suis sang» 2001/03, in «Parrots and Guinea Pigs» 2002 und in «Tannhäuser» 2004 sowie im Film «Les Guerriers de la beauté» von Pierre Coulibeuf. In einem Interview wird sie gefragt, ob sie bei Fabre etwas gelernt habe. Nein, sagt sie, lacht, aber sie habe gefunden, wonach sie in dieser Zeit gesucht habe: Die Intensität der Kollaboration und das Selberlernen aus eigenen Fehlern, was dazu führe, nun ihr eigenes Ding zu machen.
Sie wolle jetzt die Freiheit genießen, die man bei Fabre spürt, auch die «selbstheilenden Kräfte». Denn eigene Energie heile einen verletzten Körper in nur drei Tagen, eigene Energie sei das Element, das die Zweifel vertreibt. Ihr erstes Duo nach Fabre, mit Alexander Baervoets, «Schäme dich» bei Amperdans 2004 in Antwerpen, war kein konzeptueller Rollentausch im damals allgemeinen Gender-Gambling der Szene, sondern ein Energietausch. Gerade aber die Meinung, das Konzeptuelle sei der «Irrweg des Tanztheaters», fordert sie nun heraus. Denken ist kein Widerspruch zur Physis. Heike Langsdorf hat ihr «Prekariat» – das Wort der Saison –, sprich das mangelnde Kapital der freien Szene, zum Anlass genommen, ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
The unparalleled Butoh master responsible for the birth of Butoh, together with Tatsumi Hijikata, celebrated his 100th birthday on October 27 last year. To celebrate a century of this beloved master, guests from all over the world came to participate in a gala held on January 27 and 28, including renowned artists in other genres such as Ismael Ivo, Carla Fracci and...
Sie könnten ohne Weiteres machen, was andere ihresgleichen tun. Thomas Plischke wurde
Ende der 90er als choreografisches Jungtalent gefeiert. Und Kattrin Deufert wäre prädestiniert für eine akademische Karriere als Theaterwissenschaftlerin. Als die beiden zusammentrafen, verbanden sie ihren Hang zur Verausgabung und durchliefen einen schwierigen Prozess, an dessen...
Monica Antezana beweist: Bevor sie den Goldfisch im Glas zum Tanzen bringt, gelingt es ihr, das Kiementier in sich zu erwecken. Wie sie den Bühnenboden in flinken Wellenbewegungen überquert, als ließe sie sich vom nassen Element tragen, durchmisst sie in ihrer Lecture Demonstration «We Don’t Know Where We Come From, But Come We Did!» auch in raschen Sprüngen die...
