In die Schule!
Auf in die Schulen!, hieß es bei den Künstlern, vor allem bei denjenigen aus dem Schauspiel, in den 1970er Jahren. Das Theater war eine ungemein kraftvolle, hochpolitische Angelegenheit – und es wollte wirklich etwas verändern. Wo wäre das wichtiger und wirksamer gewesen als an den Schulen? Doch die Kreativitäts-Attacken verliefen, ebenso wie viele andere damalige Reformen, im Sande. Deutschland parierte den 68er-Schock im Bildungssystem mit Restauration, und ist erst durch die Pisa-Studie wieder aufgewacht.
Jetzt ist es der Tanz, nicht das Schauspiel, der am vehementesten die Schulen erobert. Aber anders als in den 70ern gehen die Impulse dieses Mal nicht von einer politisierten Kunst aus. Im Gegenteil. Dort, bei der Arbeit an den Schulen, zeigt sich ein soziales Engagement, das der Tanzkunst – das Feld der interkulturellen Auseinandersetzung ausgenommen – fehlt, oder aber unglaubwürdig und aufgesetzt daher kommt. Vielleicht, das bleibt abzuwarten, funktionieren solche Impulse ja auch andersherum.
Der Tanz jedenfalls hat den Weg von der Straße in die Schulen gefunden. Interessanterweise nicht nur in Deutschland, wo der Film «Rhythm is it!» und das leuchtende Vorbild Royston ...
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Dass ich Marco Goecke einmal zu meinem «Hoffnungsträger» 2006 ernennen könnte, habe ich nach Kenntnis der ersten Arbeiten, die ich von ihm sah – «Blushing» bei Pina Bauschs Festival 2004, das Stuttgarter «Sweet Sweet Sweet» im Februar 2005 – nicht geahnt. Wirklich überzeugt von Goeckes weit überdurchschnittlichem Talent hat mich erst sein Ballett «Der Rest ist...
Lighting artist Mikki Kunttu is renowned for his strong contrasts. His world of illumination appears to spring from the natural environment of Finland: there are the heavy, dark shades of winter, as in his designs for Jorma Uotinen’s piece “Jord” (“Earth”) at the Royal Theatre of Copenhagen, and there are the dazzlingly bright lights of an awakening summer’s...
«Replacement» heißt das Stück, doch Vania Rovisco ist darin nicht zu ersetzen. Wie die anderen aus der Mannschaft Meg Stuarts gibt sie der gemeinsamen Arbeit Gestalt, und das heißt in diesem Falle: etwas zur Recherche beitragen, wenn nicht sogar sich selbst aufs Spiel zu setzen. Die Portugiesin aus Südafrika hat damit kein Problem. Sie scheut das Risiko nicht....
