Der Musikalische: Martin Schläpfer
Mit irgendetwas muss jeder Choreograf beginnen. Bei Ihnen, so ist zu vermuten, steht am Anfang die Musik. Die Frage liegt auf der Hand: Nach welchen Kriterien wählen Sie sie eigentlich aus? Oft richtet sich die Wahl der Musik nach den Gästen, die für ein Programm eingeladen sind. Ihre Stücke werden fixiert, bevor man mit der eigenen Arbeit beginnt und sich fragt, ob man einen Bruch haben will oder seine Choreografien in eine ähnliche Richtung schiebt. Das diktiert mir dann ein bisschen die Wahl.
Beim Programm XVIII standen die beiden Hans-van-Manen-Ballette «Monologue, Dialogue» und die «Große Fuge» von Beethoven von vornherein fest, und lange Zeit wusste ich nicht, welche Musik ich zwischen Meister wie Bach und Beethoven setzen könnte. Ich habe sehr viel eingepackt für meine Sommerferien, und unter den CDs, die ich hörte, war auch die «Tanzsuite» von Helmut Lachenmann. In die habe ich mich verliebt und dachte: Das ist der richtige Keil. Es gibt aber auch Abende, da weiß ich ganz genau, was für ein Stück ich machen will. Entsprechend engagiere ich meine Gäste. Und, ja, primär arbeite ich immer von der Musik aus.
Die Auswahl steht, bevor Sie mit dem Choreografieren beginnen? Ein ...
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Hans van Manen’s “Shimmering Wings”
Amsterdam, 1939. Tender slim fingers touch the worn metal of the family radio … a dissonant hiss and crackle shatter the solemn silence of the Sunday … Mother is away … he knows … the house is now his theatre … gently … ever so gently … with the impassioned concentration only a child can possess … the wooden partitions dividing...
zieht um. Ein Jahr lang dient ein Containerdorf auf dem jetzigen Sportplatz als Ausweichquartier für die Allgemeinbildung. Die alten Ballettsäle bleiben, bis der Neu- und Umbau die bisherigen Räumlichkeiten ersetzt. Schließlich heißt es auch weiterhin an der Erich-Weinert-Straße «Tradition bewahren – Neues wagen»: ein Konzept, das Gregor Seyffert seit fünf Jahren...
Der Biss ins Ohr
Der erste Kontakt mit Hijikata war selten einfach. Er konnte recht barsch sein, bevor er jemandem sein Herz und seine Tür öffnete, obwohl er andererseits sein Haus nie verschloss. Ich begegnete Hijikata in einer Bar im Szeneviertel Shinjuku, einem Künstlertreff, in dem er sich mit seinen langen Haaren gern bewundern ließ und um Ratschläge gebeten...
