Tanzpreis für Hans Herdlein

Deutscher Tanzpreis für Hans Herdlein

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Wenn einer derzeit den Deutschen Tanzpreis verdient, ist es Hans Herdlein. Als Präsident der Genossenschaft deutscher Bühnen-Angehöriger hat der ehemalige Tänzer die Arbeitsbedingungen seiner Berufskollegen grundlegend verbessert. Dass die Gagen des Balletts jenen des Chores gleichgestellt wurden, ist sein Werk, wie überhaupt die Ablösung des Normalvertrags Chor und Tanz durch einen eigenen Normalvertrag für Tänzer – eine Maßnahme von nicht abzuschätzender Bedeutung.

In seiner mittlerweile 32-jährigen Amtszeit hat der sprach-mächtige Bajuware aus München auch eine grundlegende Neufassung des Entlassungsrechts erstritten. Ohne Anhörung und Begründung bleibt jede Nichtverlängerungserklärung seither Papier – ein juristischer Stolperstein, der schon manchem Intendanten zum Verhängnis wurde.
Doch der Deutsche Berufsverband für Tanzpädagogik e. V. blickt am 26. Februar im Aalto-Theater Essen auch nach vorn. In Zusammenarbeit mit dem (mehr oder weniger identischen) Verein zur Förderung der Tanzkunst Deutschland hat er erstmals auch einen Deutschen Tanzpreis «Zukunft» ausgelobt. Finanziell unterstützt von der Tanzstiftung Birgit Keil, trifft es sich auffallend gut, dass gleich zwei der ...

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Tanz Januar 2005
Rubrik: Magazin, Seite 12
von Hartmut Regitz

Vergriffen
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Dass manche Ballerinos auf der Bühne als Könige enden, ist nichts Unge­wöhnliches. Dass sich Vergleich­bares in der Wirklichkeit ereignet, geschieht dagegen höchst selten. Norodom Sihamoni ist so jemand. Am Prager Konservatorium als Tänzer ausgebildet, arbeitete er zuletzt als Ballettpädagoge an verschiedenen Konservatorien in Paris. Seit 1984 Präsident der...

Auf die Knie!

Sind die Nostalgiker? Futuristen? Nur eins sind sie sicher nicht: Ästhetiker. Weder äußere Schönheit erlauben sie dem Menschen, noch innere. Keine Eleganz der Körpersprache. Sondern wollen nur zeigen, wie kaputt die Träume und Beziehungen sind. Und darüber lachen. In «Le Salon» hüpfen sie vorwiegend auf den Knie­scheiben. In «Le Jardin» waren sie zuvor noch damit...

Maßvoller Einstieg

Neueinstiege werden an vorigen Engagements gemessen. Das muss sich auch Jörg Mannes gefallen lassen. Im Oktober wurde er  Ballettchef am Linzer Landestheater – in einer Zeit, da der amtierende Intendant Michael Klügl seinen Abschied Richtung Hannover ankündigt. An die 50 Kandidaten bewarben sich für dessen Nachfolge 2006/07, die meisten aus dem Opernbereich. Denn...