malmö: Cullberg Ballet: «The Strindberg Project»

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Das Problem mit Choreografen, die bei Könnern in die Lehre gehen, ist die Emanzipationsphase: Bleiben sie in den Fängen des Meisters hängen, oder gelingt ihnen die Abnabelung? Tilman O’Donnells Strindberg-Kokolores «August did not have what is commonly considered good taste as far as furniture is concerned» ist leider nur ein Forsythe-Abklatsch: Sieben Kommunarden trollen sich zwischen Klamottenbergen und Buchregal, üben hündisches Gassi-Gehen und Nietzsche-Nihilismus-Posen, aber die Kurve zum Theater kriegen sie nie.

Trotzdem ist «The Strindberg Project», die 2012 entstandene Produktion des schwedischen Cullberg Ballet, nicht rundweg misslungen, denn der zweite Teil des Abends macht den lahmen Auftakt mehr als wett.

1967 gegründet, zählt die Cullberg-Equipe zu den Vorzeige-Ensembles Skandinaviens und hat einst Bahnbrechendes wie Mats Eks freudianischen «Schwanensee» (1987) produziert. Bis heute ist sie ein Sprungbrett für aufstrebende Talente, was freilich hohe Wechselquoten in den eigenen Reihen erzeugt. Demnächst betrifft es die Spitze, denn die Leiterin Anna Grip wird gehen, obwohl sie seit 2010 ästhetische Verknöcherungssymptome linderte und heilsame Partnerschaften anschob – ...

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Tanz Mai 2013
Rubrik: kalender und kritik, Seite 56
von Dorion Weickmann

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grenoble_________

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