medien
brug schaut dvd______
weihnachtsgaben
Die Moskauer «Bayadère», gerade noch in den Kinos, jetzt auch auf DVD, ist ein typisches Produkt der energetisch-stählernen Post-Sowjet-Ära am Bolshoi. Zunächst einmal: Natürlich macht sich auch die jüngste, durchaus glamourös aussehende Produktion von Yuri Grigorovich nicht die Mühe, den schon in der UdSSR verlorengegangenen vierten Akt mit dem Tanz der Lotosblüten und dem Erdbeben zu rekonstruieren.
Das hat inzwischen selbst das Mariinsky-Theater vorbildlich geleistet, von westlichen Kompanien ganz zu schweigen.
Dafür lässt sich hier, in einem grell ausgeleuchteten Bühnen-Indien, eine opulent kostümierte Exotikschau zu Ludwig Minkus’ klingelnden Jahrmarktsrhythmen bestaunen. Man versteht durchaus, dass das zaristische Publikum anno 1877 seine Freude an Mädchen in Saris und Schleiern, mit Schlangen, Papageien und Amphoren auf dem Kopf, an edlen Wilden und Bettlern hatte, die heute ein Fall für Bühnenwatch wären. Das alles ist brillant exekutiert, aber es fehlt der träumerische Charme, das Lächeln früherer Zeiten. Es wirkt wie Holiday on Ice – nur ohne Kufen. Was verstärkt wird durch die etwas seelenlose Besetzung. Die eisige Svetlana Zakharova ...
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Tanz Dezember 2013
Rubrik: medien, Seite 56
von
Wer an Maria denkt, denkt dabei meist an die Farben Rot und Blau. Im «Tanz(lab)oratorium 2», das sich unter dem Titel «Sieben Schmerzen» mit der Mutter Gottes beschäftigt, sind sie jedenfalls zu finden. Zunächst allerdings erstrahlt der Kastenraum im Stuttgarter Theaterhaus ganz in Weiß. Weißer geht’s nicht, und nicht von ungefähr hört man von fern her einen Fred...
ausstellung_________
sleeping beauties
nennt Erik Näslund die Schätze seines von Rolf de Maré gegründeten schwedischen Tanzmuseums, das in der Stockholmer Drottninggatan 17 ein neues Zuhause gefunden hat. Die aktuelle Ausstellung «Sleeping Beauties – Dreams and Costumes» zeigt Vergleichbares und Unvergleichliches, vom 1921 gemachten Entwurf eines surrealistischen...
Ein Huhn kommt am Seil vorbeigeflogen, mit einem roten Schnabel im Gesicht und listig-gelben Augen. Ein Hase hoppelt heran, weiße Ohren auf dem Kopf und einen Wulst im Mund, der sich entrollt und als lange Zunge zu Boden hängt. Ein Löwe stolziert, eine Maus kreuzt seinen Weg – und entkommt. Tolle Tiere bewohnen die Bühne in Stephanie Thierschs neuem Stück «Corps...
