Thomas Lehmen
Wenn er eins nicht gelernt hat, dann das: Problemen aus dem Weg zu gehen. Thomas Lehmen stellt sich ihnen mit masochistischer Lust. So erweist sich Lehmen lernt am Ende als ein erheiternder Exkurs in Sachen Selbsterfahrung und -findung. Zunächst entpuppt sich der Performer allerdings als Kind im Mann, immer die Rassel griffbereit. Wie eine endlose Litanei wiederholt der Choreograf aus Berlin eine Stunde lang sein «Ich habe gelernt ...», ohne sein Auditorium zu ermüden. «Ich habe gelernt zu atmen ... zu schreien ... zu krabbeln ... zu spielen ...
Zeichen zu geben ...». Lehmen erweist sich im blauen Overall weder als Hohepriester der Kunst noch als Lehrmeister seiner selbst. Er ist, wer er ist: ein lernbegieriger Künstler, der nicht die geringste Scheu davor hat, sich zwischendurch auch mal mimisch zum Affen zu machen. Hauptsache, das Publikum zieht daraus Gewinn, und das fühlt sich bei der Tanzplattform in Stuttgart von dem choreografischen Clown bestens unterhalten. Sich eine rote Nase aufsetzend, hält Lehmen zum Schluss den Zuschauer selbst zum Narren – und lässt als Nachspiel eine Filmlektion folgen, von der man annehmen darf, dass ihm beim Lernen nicht unbedingt zum Lachen war ...
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In der knappen Stunde entwickelt sich eine Beziehung, die ihre sprachliche Begrenztheit überwindet. Christina Ciupke, Choreografin aus Berlin, hat sich noch nie mit einer schieren Selbstverständlichkeit zufrieden gegeben, und der Blick auf den eigenen Körper stellte mehr als die persönliche Wahrnehmung infrage. Auch bei Subtitles, einem choreografischen Dialog mit...
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2001. Don DeLillo veröffentlicht in New York seinen Roman «The Body Artist». Es ist die Geschichte der Avantgarde-Künstlerin Lauren Hartke. Zurückgezogen in einem einsamen Landhaus versucht sie, den Selbstmord ihres Ehemanns zu verwinden. Trotz ihres Bedürfnisses nach Einsamkeit nimmt sie sich eines Obdachlosen mit autistischen Zügen an, der sich im Haus...
