Second Life
Es gibt ein zweites Leben neben dem ersten. Undercover. Als Schläfer. In Träumen. In Spielen. In den einst «Multiple User Dungeons» genannten elekronischen Welten spielen per Computer der Steuerbuchhalter, die Hotelfachfrau, der Teilzeittaxifahrer und sechs Millionen andere in Deutschland gemeinsam mit den restlichen Träumern dieser Welt, die sie gar nicht kennen. Als Avatare, als Spielfiguren verkleidet, tanzen sie mit übermenschlichen Kräften durch wilde Fantasiewelten. Unsterblich und ausdauernd wie kein biologisches Wesen.
Sie spielen Eroberungen oder gleich den Krieg, sie spielen Strategen oder gleich die Simulation der Weltherrschaft. Sie spielen nicht mit der Macht sondern die Macht selbst – aus einem tiefen Gefühl eigener Machtlosigkeit. Alle Welt weiß: Sie lassen mehr Geld in den Weiten des Datenraums, als in DVD-Mietbuden, Kinos und Theatern zusammen.
Ökonomisch gesehen findet ihr zweites Leben in einem Schwellenland statt, in Schlummerland, Schlaraffenland, Second Life, SL abgekürzt. Hinter dieser Variante eines digitalen Spielplatzes steckt das amerikanische Unternehmen LindenLab. Es erlebt zur Zeit mindestens dasselbe Wachstum wie reale Schwellenländer auch, Indien, ...
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Re: Was denkt ... Annette von Wangenheim (ballet-tanz 10/07): Ihr Artikel hat mir sehr gefallen. Ich habe mich bisher über jede Tanzsendung gefreut, die ich im Fernsehen erwischen konnte. Nicht immer ist das Geld vorhanden, zu den Aufführungen zu gehen, obwohl ich oft über meine Verhältnisse lebe, um dieser Freude zu frönen. So war ich fest programmiert, an den...
Schleier. Istanbul im Juni. Das türkische Militär hat gerade Neuwahlen erpresst, um die Präsidentschaftskandidatur des moderaten islamistischen Außenministers Abdullah Gül zu verhindern, weil dessen Frau Kopftuch trägt. Westeuropa gratuliert reflexhaft zur strammen säkularen Haltung der massenhaft gegen die Regierung demonstrierenden Bevölkerung. Vor Ort sind die...
Kerstin Kussmaul works as a movement teacher and choreographer/improviser. She received her M.A. at the Mozarteum Salzburg and studied Somatic Movement & Participatory Arts in Berkeley. She co-hosts an international series for contact improvisation research. From 2002 to 2005 she was artistic co-coordinator for ImPulsTanz workshops & research, in 2008 she will...
