Unbändiger Geist
Sie ist eine Baumeisterin, eine Architektin von Raum und Zeit, die von der Pike auf gelernt hat, wie man einen Tanzabend konstruiert. Immer war sie mit Haut und Haar in den kreativen Prozess involviert, zuerst als Tänzerin, dann als Choreografin und, im letzten Jahrzehnt, als Artistic Director. Heute konzentriert sie sich mit Leidenschaft darauf, die Entwicklung von Tänzern, Choreografen und sämtlichen an einer Tanzproduktion beteiligten Kräften zu fördern.
Seit 2009 ist Emily Molnar als Künstlerische Leiterin des Ballet BC (British Columbia) in Vancouver tätig.
Als man sie dort engagierte, hatte die Kompanie mit stetig schwindenden Zuschauerzahlen zu kämpfen und stand einen Schritt vor dem Abgrund der Insolvenz. Inzwischen ist Molnar an Kanadas Westküste hochgeschätzt, ist es ihr doch gelungen, das Ballet BC als erfolgreiche internationale Marke zu etablieren: Die derzeit 16-köpfige Truppe – ausnahmslos Tänzerinnen und Tänzer von fulminanter Ausdruckskraft – gilt längst als Garant für eine ungemein frische zeitgenössische Körpersprache. Selbstbewusst leitet Molnar die Vorstellungen des Ballet BC mit einer geschliffenen Ansprache auf der Bühne ein; im Studio ist sie für Tänzer und ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz November 2019
Rubrik: Menschen, Seite 24
von Kaija Pepper
Mit dem Tod ihres Doyens Alberto Testa verliert die italienische Ballettkritik, ja die Tanzwelt insgesamt eine maßgebliche Persönlichkeit. Testa kam 1922 in Turin zur Welt und nahm Ballettunterricht bei Grazioso Cecchetti und Susanna Egri. Seinen Hochschulabschluss machte der Student der italienischen Literatur mit einer Dissertation über Tanzgeschichte. Er selbst...
ist es schon wieder so weit? Sind nicht gerade erst 8000 weiße Ballons entlang der Grenze hochgestiegen? Nein – das ist geschlagene fünf Jahre her! Aber vielleicht fliegen die Dinger ja noch irgendwo, dann hätte man sich den aktuellen Event eigentlich sparen können. Denn dieses Jahr soll wieder was fliegen, und zwar 30 000 Botschaften von Berlinern und...
Kein Conférencier, keine Witze, keine «Tada-Gesten» («seht her, ich hab’s geschafft»), keine Handlung, nicht mal Nummern – kein Zirkus, nichts von dem, was das Varieté sonst so berechenbar in akrobatische Miniaturen zerlegt. Stattdessen sehen wir: reine Choreografie für ein geschlossenes Ensemble ohne Stars. Tapfere acht plus ein Musiker, alle aus dem australischen...
