«Nowhere Noverre» von Fabian Chyle
Während sich Marco Goecke beim Stuttgarter Ballett ganz auf den Körper des Tänzers und seine immensen Ausdrucksmöglichkeiten konzentriert, bringt ihn sein Kollege aus Stuttgarts freier Szene eher zum Verschwinden. «Multiple Choice» nennt Fabian Chyle sein dreijähriges Projekt, das sich als ein «Transfer von Ideen, Konzepten und Vorstellungen in andere Kontexte» versteht – und der findet zu großen Teilen visionär, d. h. virtuell im Internet statt.
Nicht so «Nowhere Noverre», das abschließende Stück Tanz, dessen Bühnengeschehen so angelegt ist, dass «scheinbar Gleiches sich durch leichte Verschiebung als etwas Neues formiert». Schließlich steht die «politische wie auch all- gegenwärtige» Frage im Raum, «wie sich der Körper in einer sich ständig neu kontextualisierten Umgebung verhält». Um keine Antwort verlegen, gestehen sich Fabian Chyle und seine Wiener Dramaturgin Marty Huber als «Denker» (Programmheft) allerdings auch ein, dass dabei «Stagnation und grenzenlose Utopiesehnsucht nah beieinander liegen» können. Das macht selbst ein Scheitern noch sympathisch.
Bei «Nowhere Noverre» kann davon keine Rede sein, auch wenn einem der kurze Abend etwas lang vorkommt. Immer wieder ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Vladimir Malakhov, Ballettintendant der Berliner, hat noch Träume. Einen davon haben Frank Sistenich und Christiane Theobald in ihrem Bildband «Malakhovs Dornröschen» festgehalten, mit dem sich Schott Musik International erstmals auf dem Tanzmarkt positioniert: ein Fan-Buch im imponierenden Table-Format, das mit einer Fülle faszinierender Fotos aufwartet, über die...
Der ungarische Religionswissenschaftler Mircea Eliade veröffentlichte 1957 die Schrift «Das Heilige und das Profane». Er fragte: Wie kann ein x-beliebiger Raum «heilig» werden? Man kann ein Schloss davor hängen. Dann ist der Raum privat. Man kann beschließen, dass einen Raum nur eine winzige Minderheit betreten darf. So erhält man einen Altarraum oder eine Bühne....
When a very talented Australian dance company recently asked me to elaborate on the “very juicy carrot” of the possibility of international co-productions I had dangled before them, I admit I felt a pang of guilt at having mentioned something that could perhaps take years to achieve. On the other hand, it is not entirely impossible. But why do companies want to...
