Den Haag on tour

Itamar Serussi: «Henry»

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Es ward Licht. Und jeder sah, dass es gut war. Denn das Licht wurde Kunst. Hier tanzt es selber, hier ist es choreografiert bis hinauf in die letzte Lampe. Was der Lichtdesigner Ate Jan van Kampen für das Scapino Ballet Rotterdam geschaffen hat, ist eine hochspannungsgeladene Konkurrenz zwischen der immateriellen Schönheit dessen, was uns überhaupt sehen lässt, und 16 Tänzern um den israelischen Choreografen Itamar Serussi, die in dieser Leuchtkraft baden, von ihren Wellen getragen und überrollt werden. Ein grüner Lichtstreifen auf sonst leerer Bühne setzt ihnen sachte Grenzen.

Wie das Scannerlicht eines Fotokopierers inspiriert er den Ex-Tänzer der Batsheva Dance Company, seine Tanzfiguren immer wieder two by two, wie kopiert, auf die Bühne zu stanzen. Ate Jan van Kampen gelingt dazu eine milchige Stimmung, sodass auch wild wechselnde Konstellationen der Tänzer wie aus einem antiken Fries herausgelöst erscheinen. Und mitten in einer Bewegungsphrase lässt er das Licht verlöschen, damit diese sich vor dem inneren Auge des Zuschauers vollende.
Itamar Serussis jüngstes Werk «Henry» gleicht über weite Strecken einer tänzerischen Zitier-Übung. Während die Tänzer dieser mittlerweile 70 ...

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Tanz Dezember 2015
Rubrik: Kalender, Seite 42
von Arnd Wesemann

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