Shantala Shivalingappa: «Namasya»
Angekündigt waren zuerst nur ein Solo für Shantala Shivalingappa von Ushio Amagatsu und eins von Pina Bausch. Die nächste Aussendung wusste von einem dritten Solo, kreiert von der Interpretin selbst. Dass es am Schluss noch ein viertes geben würde, gestaltet von Savitry Nair, erfuhr das Publikum im Théâtre de la Ville mündlich, direkt vor Beginn. Verdichtet hat diese «Soli contemporains» der Jungstar aus Madras, in Paris wie in Wuppertal zu Hause, zu einem Abend unter dem Titel «Namasya».
Sie schaffte es zuerst, ihre Bewunderung für Sankai Jukus Hochglanz-Butoh umzumünzen in eine Zusage Amagatsus, zum ersten Mal seit der Gründung seiner Kompanie für jemand anderen als seine stets männlichen Tänzer zu kreieren. Shantalas Mut, aus vorgezeichneten Bahnen auszubrechen, wirkt eben ansteckend. Tatsächlich wirkt Amagatsus erster Ausflug in Richtung indischer Tanz noch wie ein vorsichtiges Abtasten, das er mit der Kamera bewältigt. «Ibuki» wird von zwei betörend schönen Videos von Alexandre Castres eingerahmt. Da fährt die Kamera den blau-orangenen Sari auf und ab, ergründet die Mudras im Close-up, lässt Linien verfließen wie im Wasser oder das Bild erschüttern wie durch Herzschläge oder ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Wayne McGregor’s new ballet “Chroma“ made only a handful of scheduled appearances at the Royal Opera House, Covent Garden, in the winter of 2006. The piece was the first item on a Saturday matinee triple bill which included the first show-ing of Christopher Wheeldon’s “DGV” and it seemed inevitable to most pundits that the Wheeldon ballet would grab the press...
Das eigene Ego: Privatsache. Konsequent verweigert Anton Adassinsky jede Auskunft über sich. Auf der Website seiner Kompanie findet sich unter dem Stichwort «Leben in Daten» denn auch nicht seine Biografie, wie man erwarten sollte, sondern jede Menge Wissenswertes über Derevo. Adassinsky stammt aus dem sibirischen Krasjonarsk, ging in frühen Jahren in Leningrad in...
Pina Bausch zeigt in der Pariser Oper ab 4. Februar wieder ihre Tanzoper «Orphée et Euridice» – bis zum 19. Februar im Palais Garnier. In London nimmt sie schon am 13. Februar «Café Müller» wieder auf, das im Sadler’s Wells zusammen mit ihrem 1975 entstandenen «Frühlingsopfer» bis zum 22. Februar zu sehen sein wird.
Zu diesem «Sacre» fand vor zwei Jahren in...
