die lehrerin
Sie unterrichten die «ZooZ»-Methode. Was ist das?
Erst mal, ich sehe mich nicht als Lehrerin. Und «ZooZ» ist Hebräisch und meint einfach «Bewegung» – dieses Handy auf dem Tisch zu bewegen, sich selbst zu bewegen. Es geht um jede wiederholbare Bewegung. Gerade durch die Wiederholung einer Bewegung verändert sich etwas: im Kopf. Wenn ich dieselbe Bewegung mit dem Körper wieder und wieder wiederhole, erfahre ich sie dennoch jedes Mal anders. Darum glaube ich an das Plié jeden Morgen. Die täglichen Tendus, sogar am Türgriff des Kühlschranks.
So hält man die Muskeln ein Leben lang warm und stellt immer neue Fragen an den Tanz, nach der Leidenschaft, nach dem Moment des Jetzt und was das überhaupt ist: Tanzen.
Sie unterrichten reine Wiederholung?
Die Wiederholung ist nur ein Ausgangspunkt. Die Tanzerfahrung, die ich gesammelt habe, sagt mir: Im lebenslang wiederholten Spiel zwischen Körper und Kopf entstehen ständig neue Fragen an den Tanz. Die Klassik, wie ich sie jahrelang bei Bat-Dor in Israel geübt habe, beantwortet sie nicht, und Grenzerfahrungen wie bei Pina Bausch, oder die Moderne bei Hans van Manen und Jirí Kylián beantworten sie auch nicht. Aber alle zusammen öffnen den Horizont. ...
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Tanz April 2015
Rubrik: praxis, Seite 72
von Arnd Wesemann
Man beginne mit einem Erdbeben und stei-gere sich dann stetig. Alte Hollywood-Regel. Vielleicht funktioniert auch das Gegenteil: Man schweigt fein still, stapelt tief – um irgendwann furios und für alle überraschend durchzustarten. Doch bei Nacho Duato, der seit 1. September 2014 dem Staatsballett Berlin vorsteht, ist weder die eine noch die andere Strategie...
Spätestens seit Botticellis «Geburt der Venus» bildet der nackte weibliche Körper ein wiederkehrendes Motiv in der abendländischen Kunst. Der Grund dafür ist simpel: Als Objekt künstlerischer Inspiration galt der weibliche (anders als der männliche) unverhüllte Körper von
jeher als akzeptabel. Freilich sorgten auch im 19. Jahrhundert einige Gemälde für Skandale –...
Der Generaldirektor der Stiftung Oper in Berlin hat viele Hüte auf. Seine Vita liest sich wie ein Karriere-Vademecum: Seit Georg Vierthaler 1982 als Verwaltungsdirektor am Münchner Volkstheater anheuerte, schob er sich Station um Station nach oben und nach vorne. Derzeit wacht er in Personalunion über die Geschäfte der Opernstiftung und des dazugehörigen...
