Hundert Jahre Gymnasium Essen-Werden
In den 1960ern war es nur eine Schüler-AG: Jungen tanzten Folklore. Das Angebot wurde größer. Initiator am Gymnasium Essen-Werden war Kurt Jooss, Leiter von Folkwangballett und Tanzabteilung der benachbarten Folkwang-Hochschule. In den 1980ern erkannte die Hochschule die Tanz-AG als Ausbildung an und nahm Absolventen in ein höheres Semester oder in ihre Kompanie auf. Die AG institutionalisierte sich erst zum Schulfach (statt Sport) und in den 1990ern zum vierten Abiturfach.
Seit 2003 darf Werden als einzige allgemeinbildende Schule bundesweit Tanz als Abiturfach (Grund- oder Leistungskurs) anbieten. Das Modell ermöglicht jungen Tänzern eine höhere Allgemeinbildung und mit dem Abitur gleichzeitig den Weg in andere Berufe – sollte es mit dem Ballett doch nichts werden. Heinz Loigge, Fachvorsitzender, sagt es so: «Wenn die Kinder an einer Ballettakademie lernen, durchleben sie eine ganz andere intellektuelle Entwicklung.» Ziel der Ausbildung sei es, «dass uns die Hochschulen die Schüler aus den Händen reißen, damit die Kinder dort noch zwei Jahre reifen können». Der Tanzpädagoge legt Wert auf Professionalität und Praxis. Die Abteilung kooperiert mit Choreografen wie Antje Pfundtner ...
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Valeska Gert wollte in einem Kornfeld begraben sein («dann fließt mein Fleisch ins Korn hinein, dann werd‘ ich Brot, bin nicht mehr tot»). Beigesetzt ist sie dann doch auf dem Friedhof, ihr Sarg in orangerotes Tuch gehüllt in Anspielung auf ihren «Tanz in Orange», der wie eine Bombe in den Expressionismus platzte: den «echten», nicht den des «Kunstgewerbes». Tot...
Auch die teuersten Juweliere sind’s nicht mehr. War man sich früher bei Van Cleef & Arpels seiner Exklusivität sicher, kann der Kunde heute dasselbe in allen Filialen erstehen. Wie beim Ballett. Waren jahrelang die «Jewels» von George Balanchine ausschließlich beim New York City Ballet in Besitz, finden sich seine «Emeralds», «Rubies» und «Diamonds» heute nicht...
Zu den «Goldberg Variationen» nicht tanzen. Und das nackt, wie im Paradies. «Frans Poelstra, his Dramaturg and Bach» beginnt mit dem Blick auf einen CD-Spieler, eine Bach-Büste und Räucherstäbchen. Auf dem Mikrofonständer reitend erklärt Poelstra, dass er so seinen Körper «noch weiter ausdehnen» kann und daher «Bachs Musik noch besser huldigen.»
Robert Steijn,...
