Alexander Ekman: «COW» in Dresden
Wieder am 7., 9., 13. April 2017
Die Anwesenheit von Aurélie Dupont hat bislang den Promifaktor einer Premiere erhöht, nunmehr ist sie ein Bedeutungsindikator. Denn die designierte Madame la Directrice des Pariser Opernballetts reist in handfester Mission durch Europa: Sie muss 1a-Choreografen finden, die den Mille-pied-Kladderadatsch (tanz 3/2015) vergessen machen. Also beehrte Dupont die jüngste Uraufführung des Semperoper-Balletts, Alexander Ekmans «COW».
Dabei handelt es sich um ein Bilder-Potpourri halb erlesener und halb komischer Machart, wahlweise auch um eine verkappte Eloge auf die Lebensart der behäbigen Wieder-käuer.
Ekman, für seine einfallsreichen Inszenierungen gepriesen und zuletzt mit «A Swan Lake» für das Norwegische Nationalballett und einem «Mittsommernachtstraum» für dessen schwedisches Pendant positiv aufgefallen, steckt die Dresdener Kompanie in ein elfteiliges Tanz-Tableau ohne Plot. Zum Auftakt proklamiert Christian Bauch, im Programmheft als einzige «Kuh» ausgewiesen, auf allen Vieren die Regeln: keine Fotos, kein Handygeklingel – Publikumsbelehrung als theatralischer Akt. Kaum hat sich der Vorhang gehoben, kommt von der Oberbühne ein Streitpärchen im Hängekorb angesegelt, derweil von ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz April 2016
Rubrik: Kalender und Kritik, Seite 36
von Dorion Weickmann
Tanzausbildung hat in Arnhem Tradition: Als junges Mädchen nahm hier schon Audrey Hepburn Ballettunterricht – damals noch an der Arnhem Dansschool, die später zur offiziellen Dance Academy wurde, bevor weitere Fusionen von Tanz-, Theater-, Musik-, Architektur- und Kunstschulen 2002 zur Gründung der ArtEZ University of the Arts führten. Zwei Jahre später erblickte...
Bereits seit 2002 ist der an der Musikhochschule Köln ausgebildete Tarek Assam Ballettdirektor am Stadttheater Gießen, er hält dem kleinen Dreisparten-Haus die Treue – und umgekehrt. Er hat ein Festival, «TanzArt ostwest», etabliert und produziert unverdrossen und zuverlässig mit nur 13 Tänzerinnen und Tänzern. Im Großen Haus steht ihm in der Regel das Orchester...
Sein neuestes Stück nennt sich so, wie das, was Gilles Jobin umtreibt: «Força Forte» – starke Kraft. «Strong force oder die starke Wechselwirkung ist eine der vier Grundkräfte der Natur, es ist eine kontraintuitive Kraft», erklärt der Westschweizer Choreograf. «Ähnlich wie die Schwerkraft – je näher man der Masse kommt, desto größer ist die Anziehungskraft. Die...
