Revue
Karl Valentin zum Bühnenmeister des Deutschen Theaters: «Sie sagen immer, die Kulissen san der Hintergrund! Jetzt stehnga mir dahinter – also is des jetzt der Vordergrund! Merken S’Ihnen das, man kann nicht vorsichtig gnug sein mit solchene Behauptungen!»
In ihren ersten Videoarbeiten entdeckte Mariola Groener, was später zentrales Arbeitsprinzip wurde. Als sie Aufnahmen aus Alltagssituationen in Einzelbilder zerlegte, kam Überraschendes zum Vorschein: harmloses Lachen enthielt auf einmal bedrohliche Züge.
In der Dehnung von Zeit, so fand die bildende Künstlerin heraus, entsteht ein anderer Raum, ein Raum, in dem viel Platz ist für Projektionen und Mehrdeutigkeiten.
Günther Wilhelm hatte schon immer eine Neigung zur Isolierung von Bewegung. Arm- und Beinarbeit zu trennen, einzelne Bewegungen in ihre Bestandteile aufzuspalten, wurde so etwas wie eine zweite Natur. Als der Tänzer und Choreograf Butoh studierte, lernte er ein anderes Verständnis von Zeit kennen. Zeit, die stark ausgedehnt wird und dadurch den Raum vergrößert.
Zerdehnen und Zerlegen
Zwei Systeme, die sich gegenseitig bedingen und Ausgangspunkt einer gemeinsamen Suche wurden. Als Mariola Groener und Günther Wilhelm vor ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Was ist mein Raum?
Der Raum ist das Korsett der Befreiung. Ein Raum ist ein Korsett, sonst hätte man alle Welt zur Verfügung. Es ist der Raum, nicht die Bewegung, der zu einer Limitierung, einer Einengung führt, der den Widerstand überhaupt erst ermöglicht, die Bewegung notwendig macht, eben nicht beliebig, sondern not-wendig, im Sinn von Tanz. Aus einer Not, die...
Tuesday, 13 June, was the 92nd birthday of Liverpool native Frederic Franklin, CBE, a man of a thousand gifts, among them a photographic memory for choreography, music, names, and other elusive details. Recently, he was described by a prominent dance administrator as having “the greatest memory of anyone in dance in the 20th century,” and you can look it up, too....
Lopatkina, principal dancer at the Mariinsky, has provided radically new interpretations of classical ballet roles over the past fifteen years and introduced a totally new plasticity, sophisticated lines and exquisite drama to the St. Petersburg ballet classics. Lopatkina remains one of the symbols of the Mariinsky ballet, epitomizing a link between its past and...
