Der direkte Weg zu tanz – Vorschau auf kommende Ausgaben
im april: christopher wheeldon_________
Geht es um den großen, internationalen Auftritt des Erzähl-Balletts in unseren Tagen, fällt regelmäßig sein Name: Christopher Wheeldon verbrachte seine Lehrjahre beim New York City Ballet und ist Londons Royal als Artist Associate verbunden. Covent Garden hat er schon einige ästhetische Preziosen verehrt, vornehmlich im Rahmen von Mehrteilern. Nach «Alice in Wonderland» versucht sich der Brite nun an Skakespeares «The Winter‘s Tale». Da Bob Crowley einmal mehr die Ausstattung besorgt, gerät das Ganze sicher zum Augenschmaus.
Am 28. April wird die Inszenierung weltweit ins Kino übertragen – Anlass für ein Porträt.
im mai: volkstanzen_________
Ein Experiment. Vier Künstlerinnen des zeitgenössischen Tanzes stoßen auf eine begeisterte Menge von Volkstänzern. Diesen geht es vor allem um das Erleben von Gemeinschaft: Hände fassen, sich in die Augen schauen, zusammen tanzen. Boden-ständig, unkompliziert, ohne Tracht und Stildünkel, ohne Kunstwollen und intellektuelle Reflexion. Dem negativen Beigeschmack deutscher Volkstanzkultur weichen die zeitgenössischen Folkloristen aus, indem sie heute bretonisch, morgen irisch tanzen. Die Schritte, ...
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Tanz März 2014
Rubrik: impressum, Seite 80
von
In Pina Bauschs «1980» gibt es eine Szene, da fragt Lutz Förster: «Wovor hast du Angst, Malou?» – «Routine», antwortet sie – wahrheitsgemäß. Daran hat sich bis heute nichts geändert. «Wenn ich Routine fühle, höre ich auf», sagt Malou Airaudo, auch wenn ihre Biografie bei allen Extravaganzen recht beständig wirkt. Als Siebenjährige nahm sie in ihrer Heimatstadt...
wien_________
imagetanz
«Who cares?», fragt die neue Festival-Kuratorin am brut, Katalin Erdödi, um Künstler zu bitten, Schlupflöcher in die vorgeblichen Rundum-Sorglos-Pakete der österreichischen Sozialpolitik zu bohren. Natürlich geht es wieder um den bedingungslosen Körper beim «Grundeinkommens-tanz». Sarah Vanhee plädiert für gutartige Viren, die auch die...
So tief, so weit, so nah am Publikum. Der Bühnenraum von Till Kuhnert birgt viele Assoziationen zu Shakespeares Tragödie von der tragischen Liebe zwischen Romeo und Julia. Auch in Görlitz wird dafür die Ohrwurm-Musik von Sergei Prokofjew bemüht, und doch sieht alles ganz anders aus als gewohnt. Eine neoklassische Version war bei der Tanzcompany von Dan Pelleg und...
