no it is!
Dem Thema «Zeit» gehört ein zentraler Platz im vielschichtigen Œuvre von William Kentridge. Für Arbeiten wie «Mine» (1991), «Felix in Exile» (1994), «History of the Main Complaint» (1996) oder «Tide Table» (2003) nutzt der Südafrikaner das Medium Film, um eigene Kohlezeichnungen aus ihrer statischen Form zu befreien und sie mittels Animation in dynamische Kunstwerke zu verwandeln, die zumeist von seiner Heimatstadt Johannesburg erzählen.
Deren Geschichte ist untrennbar mit dem Bergbau verbunden, einem Industriezweig, der den frühen britischen Siedlern und späterhin der vorherrschenden weißen Bevölkerung Reichtum bescherte. Es ist auch eine Geschichte der Ausbeutung – der schwarzen Minenarbeiter wie der natürlichen Rohstoffe des Landes. Mit seinen Animationsfilmen schlägt Kentridge eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart und beleuchtet die Auswirkungen, die die Vorherrschaft des weißen Apartheid-Regimes auf die mehrheitlich schwarze Bevölkerung der größten Stadt Südafrikas hatte – und hat.
Das Bemerkenswerte an Kentridges Kunst, die bei der letzten Ausgabe des Berliner Festivals «Foreign Affairs» – es wird von einem Format für «Immersive Arts» abgelöst – im Zentrum steht: ...
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Tanz Juli 2016
Rubrik: produktionen, Seite 12
von Mary Corrigall
Man nehme Mozarts Klavierkonzert Nr. 27, KV 595, und ersetze das Klavier durch einen Tänzer, Frank Willens. Man tausche die Streicher gegen Bühnenscheinwerfer aus, gesteuert von Scott Bolman. Wo sonst die Bläser zum Einsatz kommen, platzierte man Videoprojektionen von Thilo Schmidt. Noch liegt Frank Willens still auf dem Rücken, denn das Klavier ist bei Mozart erst...
Was sagen Sie Ihren Schülern in all Ihren Kursen? Öffnet die Augen. Ihr müsst schauen, riechen, schmecken, hören und fühlen. Und das vertikal, seitlich, frontal, im Kreis und im Zentrum. Das sind für mich die Grundlagen der Bewegung, und davon ausgehend sage ich ihnen immer wieder: Öffnet die Augen. Ich habe festgestellt, dass es dafür noch wenig Bewusstsein gibt....
im august/september: russland
Der Riese im Osten ist ziemlich ins Wanken geraten. Die Wirtschaft stockt, der Rubel rollt nicht mehr so ohne Weiteres, nur Vladimir Putin scheint fest im Sattel zu sitzen. So fest wie sein Namensvetter, der Generaldirektor des Bolshoi, Vladimir Urin. Der hat Sergei Filin abserviert und Makhar Vaziev aus Mailand geholt, um das Ballett...
