robot!
Wer einen Roboter anschaut, erblickt kein Objekt, sondern ein Konzept. Die Morphologie ist schließlich überraschend stereotyp: Im Idealfall ähnelt das Kunstgeschöpf dem Menschen, so weit es irgend geht. Denn nur ein anthropomorpher Automat wird nicht zur bloßen Maschine degradiert. Schließlich haben wir ein kompliziertes Verhältnis zur künstlichen Intelligenz.
Wir schaffen sie, aber gleichzeitig sprengt sie unser Vorstellungsvermögen – und wirft zudem die Frage auf: Muss das, was dem Menschen ähnlich sieht, nicht auch Emotionen besitzen? In der Hinsicht sind wir immer noch Animisten. Dass ein Rechner Schachprofis schlägt, ist gerade noch begreifbar, und nur deshalb verzichten wir darauf, den platinenbestückten Schachpartnern menschliche Gestalt zu verleihen. Trotzdem stellen wir uns den idealen Roboter als Ebenbild vor, als Geschöpf aus Plastik und Elektronik, das uns antwortet, als wäre es unser Freund. Genau auf diese subtile Art der Verführung zielt die Firma Aldebaran Robotics, die den NAO entwickelt hat. So groß wie ein Kleinkind und gerade mal fünf Kilo schwer, wirkt der putzige Humanoid fast wie ein Clown – und ist doch ein industriell gefertigter Klon. Aber einer, der ...
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Tanz Oktober 2013
Rubrik: produktionen, Seite 12
von Thomas Hahn
Folklore, so sie nicht gerade aus Lemi Ponifasios Südsee-Atelier kommt, hat ein Image-Problem. Wer bekennt sich (abseits des Oktoberfest-Rauschs) schon freiwillig zu Lodenzwirn, zu Lederbux oder Dirndl? Wer drückt sich ohne Not einen Schwarzwaldhut mit tennisballgroßen Filzpuscheln aufs Haupt? Und wer kann den Anblick wadelpatschender Bajuwaren ertragen, ohne dabei...
Stephanie Pistel, warum brauchen Sie als Mode-Fotografin für Ihre Shoots ausgerechnet Tänzer von Het Nationale Ballet in Amsterdam?
Weil ich eine Vorliebe für Tänzer habe, weniger für Models. Models verlassen sich auf ihr Standardmenü von Posen und Looks. Tänzer verfügen über viel mehr Möglichkeiten, was Körper- und Gesichtsausdrücke angeht.
Wieso werden Tänzer...
Er ist eine zentrale Kultfigur des amerikanischen Postmodern Dance: Steve Paxton gehört – gemeinsam mit so namhaften Kollegen wie Yvonne Rainer – zu den Gründern der beiden künstlerisch wohl innovativsten und zugleich politisch aktivsten Performance-Kollektive der Vereinigten Staaten. Das 1962 ins Leben gerufene Judson Dance Theater war ebenso wie die 1970 folgende...
